Mario Löhr wird neuer Landrat des Kreises Unna

dzKommunalwahl 2020

Mario Löhr (SPD) hat die Wahl zum Landrat des Kreises Unna gewonnen. Der 49-Jährige setzte sich in der Stichwahl am Sonntag klar gegen Marco Morten Pufke (CDU) durch.

Kreis Unna

, 27.09.2020, 19:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stichwahl um das Landratsamt im Kreis Unna war eine klare Angelegenheit. 61,94 Prozent der Wähler machten ihr Kreuz bei Mario Löhr (SPD), nur 38,1 Prozent bei Marco Morten Pufke (CDU). In allen Kreiswahlbezirken und sämtlichen Städten und Gemeinden hatte Löhr die Nase vorn. Am meisten Zustimmung erhielt er mit über 73 Prozent in Selm – also in der Stadt, in der er seit elf Jahren Bürgermeister ist. Am knappsten war das Rennen in Fröndenberg, wo immerhin 43 Prozent der Wähler sich für Marco Morten Pufke entschieden.

Der Wahlsieger Mario Löhr, der um punkt 18 Uhr in Begleitung seiner Frau Julia im Kreishaus Unna erschien, wirkte am Wahlabend zunächst vor allem erleichtert. Es falle eine Menge Anspannung von ihm ab, bekannte Löhr und fügte an, dass der intensive Wahlkampf in den vergangenen acht Wochen neben der Bürgermeister-Tätigkeit schon Kraft gekostet habe. Er sei mehr als zufrieden und bedankte sich „bei allen Bürgerinnen und Bürgern für das Vertrauen“.

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Über erste inhaltliche Schritte im neuen Amt wollte er so kurz nach dem Sieg noch nichts Genaueres sagen, betonte aber, er habe schon ein klares Konzept. „Es gibt eine Vielzahl von Themen, die wir Schritt für Schritt angehen werden“, kündigte Löhr an. Doch er habe bis zur Amtseinführung im November auch noch einige Aufgaben in Selm zu erledigen und werde sich natürlich auch mit dem noch amtierenden Landrat Michael Makiolla und Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke abstimmen.

Marco Morten Pufke: Ein fairer, aber auch ehrlicher Verlierer

Als fairer und zugleich ehrlicher Wahlverlierer erwies sich indes Marco Morten Pufke. Der 47-jährige CDU-Kandidat gratulierte Löhr, machte aber aus seiner eigenen „sehr großen“ Enttäuschung keinen Hehl. „Ich bin angetreten, um Landrat zu werden“, sagte Pufke. Das Ziel habe er nicht erreicht.

Der Rückenwind für die CDU aus Berlin und Düsseldorf sei da gewesen, „insofern habe ich schon gedacht, dass es knapper wird“, so Pufke weiter. Doch der Kreis Unna sei „strukturell rot“, und offensichtlich habe das dieses Mal nochmal gezogen.

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