Nach Ausschlussdrohung: Margarethe Strathoff verlässt die SPD

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Nachdem es in der SPD Bestrebungen gibt, ein Parteiausschlussverfahren Margarethe Strathoff und Ingrid Kroll einzuleiten, zieht Strathoff Konsequenzen: Sie gibt ihr Parteibuch selbst zurück.

Unna

, 15.12.2019, 14:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Margarethe Strathoff ist aus der SPD ausgetreten. Die Vorsitzende des Vereins „Wir für Unna“, der bei den nächsten Kommunalwahlen antreten will, kommt damit einem möglichen Parteiausschluss zuvor.

In einem Brief an den Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Unna, Oliver Kaczmarek, verweist Strathoff auf eine E-Mail, die sie erreicht habe und mit der ein Parteiausschlussverfahren gegen sie eingeleitet werden soll. Sie reagiert mit Verwunderung darauf.

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Strathoff erklärt, dass „Wir für Unna“ über die Besetzung von Listen oder das Aufstellen von Direktkandidaten in Wahlbezirken im Februar 2020 entscheiden wolle. Die Besetzung eines Wahlkreises mit ihrer Person sei bis jetzt nicht erfolgt.

Der schon lange offensichtliche Bruch zwischen der SPD und Strathoff erlebt nun sein Finale: Strathoff tritt aus der SPD aus. „Unter diesen Umständen, wo mir auch der Rückhalt in meiner Partei im Ortsverein Oberstadt fehlt, sehe ich mich gezwungen, mein Parteibuch nach langjähriger Mitgliedschaft zurückzugeben“, schreibt Strathoff.

„Abkehr von Grundwerten der SPD“

In der Stadt Unna wie auch Kreisebene habe Strathoff „eine Abkehr unserer SPD von ihren Grundwerten miterlebt“. Soziale Aspekte seien besonders im Kinder. und Jugendbereich zurückgefahren worden. „Gerade unsere Kinder haben hier mehr verdient. Leider scheiterten entsprechende Eingaben meinerseits“, so Strathoff weiter.

Strathoff bittet den Vorstand der SPD-Kreistagsfraktion um ein Gespräch, wie die weitere Zusammenarbeit in der Fraktion aussehen solle: „Oder bin ich jetzt eine persona non grata?“

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