Ausstellung der Besten im Unnaer Lichtkunstzentrum ist vorbei: So stimmte das Publikum ab

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Tausende haben die diesjährige Ausstellung zum Light Art Award in Unna gesehen. Viele stimmten erstmals ab für einen Publikumspreis. Und siehe da: Sie haben eine etwas andere Meinung als die Fachwelt.

Unna

, 11.11.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst ist alle zwei Jahre Ausstellungsort für den International Light Art Award. Lichtkünstler bewerben sich für den renommierten Preis, eine Fachjury wählt die besten drei aus, deren Werke dann im Lichtkunstzentrum gezeigt werden. Die Fachwelt kürt auch einen Gewinner. Für 2019 war es Jacqueline Hen mit ihrem rechtwinkligen Raum aus Licht, Wasser und Spiegeleffekten.

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Premiere für den Publikumspreis

Erstmals konnte in diesem Jahr auch das Publikum abstimmen, welcher der drei Wettbewerbsteilnehmer das beste Werk geschaffen hat. Und die Meinung des Publikums weicht knapp ab von der der Fachwelt. Yasuhiro Chida ist nach Ansicht einer Mehrheit der Gewinner. 859 von insgesamt 1892 gültigen Stimmen entfielen auf das raumfüllende Kunstwerk des Japaners. Mit 783 kommt das Werk der Berlinerin Hen auf Platz 2, weiter abgeschlagen ist das Duo Charlotte Dachroth und Ole Jeschonnek (250 Stimmen).

Ein Netz aus 7,5 Kilometern Nylon

„Chidas Installation hat die Menschen verzaubert“, sagte John Jaspers, Direktor des Lichtkunstzentrums. Sage und schreibe 7,5 Kilometer Nylonfaden hatte der Japaner in wochenlanger Arbeit kreuz und quer durch einen der Museumsräume gespannt. Sie bilden ein scheinbar wildes Netzwerk. Den Clou bildet ein großer Reifen, der im Raum zu schweben scheint und sich langsam dreht. Er wirft ein helles Licht in das Faden-Netzwerk und erzeugt so zahlreiche leuchtende Punkte im Raum. Neigt der Betrachter auch nur ein wenig das Haupt, gerät alles auf faszinierende Weise in Bewegung. Mancher Besucher habe sich in den Weltraum versetzt gefühlt, berichtet Jaspers aus Rückmeldungen von Gästen.

Ausstellung der Besten im Unnaer Lichtkunstzentrum ist vorbei: So stimmte das Publikum ab

Faszinierend für den Betrachter, kaum greifbar für die Kamera: Yasuhiro Chidas Werk „Myrkvior“. © Udo Hennes

Über 11.000 Besucher sehen Ausstellung

Die Ausstellung zum diesjährigen International Light Art Award haben nach Angaben des Lichtkunstzentrums mehr als 11.000 Besucher zwischen Juni und Anfang November gesehen. Nun werden die Werke abgebaut. Zu den Besuchern gehört auch Marta Encarnacao. Und für sie hat das im Museum Erlebte bald einen besonderen Nachklang in Barcelona. Die Unnaerin hat beim Publikumspreis mit abgestimmt. Aus den fast 1900 Stimmzetteln wurde der ihre nun gezogen. Damit gewinnt sie den Preis: ein Wochenende in Barcelona.

Rekord-Wochenende Anfang November

Die vergangenen Wochenenden hätten dem Lichtkunstzentrum noch einmal viele Besucher beschert, freut sich Direktor Jaspers. Insgesamt 726 Gäste am Allerheiligen-Wochenende seien ein Rekord für das Haus. Die Bilanz 2019 werde über 20.000 Besuchern liegen. Mit einem Jahresrekord rechnet Jaspers nicht. Dafür sei der Sommer zu warm gewesen. Bei schönem Wetter zieht es die Menschen weniger in Museen.

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