Schnelltests sollten wieder vermehrt in unseren Alltag integriert werden. © dpa
Meinung

Leute, lasst euch testen – mit und ohne Impfung!

Die vierte Welle würde wohl milder ausfallen, wenn mehr Mitbürger geimpft wären. Dass einige das immer noch nicht verstanden haben, entbindet die Vernünftigeren jedoch nicht von der Pflicht, alles für den Infektionsschutz zu tun.

Vor knapp einem Jahr wurde die erste Frau in Großbritannien gegen das Coronavirus geimpft. Damals hatte ich, wie schon mehrfach während dieser Pandemie, große Hoffnung auf baldige Besserung. Inzwischen bin auch ich vollständig geimpft, wie viele meiner Mitmenschen. Und trotzdem sind die Infektionszahlen bundesweit wieder so hoch, dass es auf den Intensivstationen eng wird.

Dazu tragen großteils Ungeimpfte bei, die ähnliche Freiheiten wie Geimpfte genießen. Aber auch, wer gegen das Virus auf dem Papier immunisiert ist, kann es übertragen. Beim Thema Schnelltests habe ich inzwischen mehrfach Geimpfte auf Ungeimpfte schimpfen hören: „Warum sollte ich mich noch testen? Ich bin geimpft!“

Da frage ich mich doch, warum wir uns impfen ließen? Um uns und andere zu schützen – oder damit wir uns kein Stäbchen mehr in die Nase stecken müssen? Hier sollten die Geimpften nun erneut mit gutem Beispiel vorangehen. Auch wenn es manchmal frustrierend ist.

Tragen häufigere Schnelltests nur ein wenig dazu bei, als Gesellschaft mit einem blauen Auge durch den Winter zu kommen, sollte sich keiner dagegen versperren. Eine 2G-plus-Regel für bestimmte Bereiche halte ich deshalb für sinnvoll.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung

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