Letzte „Unnaer Bandnight“ ist nicht das Aus für junge Musiker

dzKultur

Es ist nicht vorbei – das war die wichtigste, positive Botschaft von der fünften „Unnaer Bandnight“ in der Lindenbrauerei. Der Ton e.V. will sich auch in Zukunft um die junge Musik kümmern.

von Sebastian Pähler

Unna

, 09.02.2020, 10:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie das Format in Zukunft aussieht und ob es dann weiterhin „Bandnight“ heißen wird, ist noch unklar. Grund für das wahrscheinliche Ende ist der ebenfalls, zumindest vorerst, letzte Auftritt der Gastgeber-Bang „Basic Error“. Einstweilen hatten allerdings zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer Freude an dem Konzert am Samstag, bei denen fünf, teils neue, teils erfahrene Bands noch einmal Vollgas gaben.

Es mag an der Aussicht gelegen haben, dass sich mit der fünften Auflage das Kapitel „Unnaer Bandnight“ für immer schließen könnte: Auf jeden Fall war aber das Atelier der Lindenbrauerei fast von Anfang an ordentlich voll und die Gäste bekamen Einiges geboten.

Letzte „Unnaer Bandnight“ ist nicht das Aus für junge Musiker

Die Band „Sample“ durfte die wohl letzte „Unnaer Bandnight“ eröffnen. © Sebastian Pähler

Eröffnen durften die jungen Nachwuchsmusiker von „Sample“, die mit Coverversionen wie „Fly Away“ von Lenny Kravitz oder einem Red Hot Chili Pepper-Medley das Publikum angemessen aufwärmten.

Letzte „Unnaer Bandnight“ ist nicht das Aus für junge Musiker

„Break In Silence“ wussten Stimmung zu machen und feuerten eine Konfettikanone, um die Bandnight bunt ausklingen zu lassen. © Sebastian Pähler

Die Band „Break In Silence“ stand in der Kombination am Samstag erst das zweite Mal auf der Bühne. Die Musiker rissen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit eigenen Liedern zwischen Punk und Grunge wie dem namensgebenden „Break in Silence“ oder „Fät Män“ mit. „Es ist und eine große Ehre, dass wir dabei seien dürfen“, stellte Schlagzeuger Constantin fest.

Letzte „Unnaer Bandnight“ ist nicht das Aus für junge Musiker

Die Niederlänger von „De Baron“ waren für viele Zuschauer die größte Überraschung. © Sebastian Pähler

Ein echtes Highlight war auch die niederländische Band „De Baron“. Mit sieben Musikern füllten sie die Bühne nicht nur mit Leuten, sondern auch mit Instrumenten, denn neben der obligatorischen Combo Bass, Schlagzeug Gitarre brachten sie jede Menge Blech in Form von Trompeten und Saxophonen mit. Mit einer Mischung aus Artrock und Balkan-Pop entfesselten sie das Publikum regelrecht und brachten es zum Tanzen und Jubeln.

Letzte „Unnaer Bandnight“ ist nicht das Aus für junge Musiker

„The Harrison Comparison“ hatten die Instrumente schon beiseitegelegt. Extra für die wahrscheinlich letzte Bandnight hat sich die Band noch einmal zusammengefunden. © Sebastian Pähler

Als Klammer um die Bandnight diente „The Harrison Comparison“, die schon 2016 bei der ersten Ausgabe mit dabei war und die noch einmal mit Pop-Punk für Stimmung sorgte.

Doch den größten Applaus erhielt natürlich „Basic Error“, war dies doch ihr Abschied von der Musik, jedenfalls in der aktuellen Konstellation. Da gab es Einiges zu hören, ein paar neu eingeübte Songs und große Klassiker und mit einem Medley der ältesten Lieder ging die Band sogar zurück bis zu den Anfängen 2008. Das Publikum bejubelte das Ensemble um Frontmann Tobias Koch und schlug so mehrere Zugaben raus, bis der Band am Ende sogar die Lieder ausgingen.

Weiteres Konzert geplant

Gerührt und außer Atem verließendie „Basic Error“-Musiker die Bühne. Fest steht, dass es auch im nächsten Frühjahr ein Konzert vom Ton e.V. geben wird, betonte Koch, der Vorsitzender des Vereins bleibt. Details müssen aber noch geklärt werden.

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