Letzte Fahrt vor dem Brexit: Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums besuchen York

dzSchule

Vermutlich zum letzten Mal, bevor Großbritannien aus der Europäischen Union austritt, besuchten jetzt Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasium das Vereinigte Königreich.

Unna

, 30.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Interkulturelles Lernen sowie Sprachkenntnisse zu erweitern und sie einzusetzen waren die Ziele der Europa-Fahrt des Ernst-Barlach-Gymnasiums vom 23. bis 25. November. Sie führte die Schüler in die nordenglische Stadt York. Gerade in diesen turbulenten Zeiten des Brexit und des verbreiteten Europaskeptizismus soll die Europa-Fahrt den Europa-Gedanken in der Schülerschaft lebendig halten und ihn mit Inhalt füllen.

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„Vermutlich wird dies die letzte Großbritannien-Fahrt des EBG vor dem Brexit gewesen sein“, mutmaßt Lars Hesse, stellvertretender Schulleiter des EBG, der die Fahrt organisierte. Neben den Abiturfahrten des Englisch-Leistungskurses nach London oder Schottland, fuhr bisher die gesamte 7. Jahrgangsstufe jedes Jahr nach Hastings und diese Fahrten sollen auch nach dem Brexit nach Möglichkeit weiter geführt werden.

„Vermutlich wird dies die letzte Großbritannien-Fahrt des EBG vor dem Brexit gewesen sein.“
Lars Hesse, Organisator der Englandfahrt und stellvertretender Schulleiter des Ernst-Barlach-Gymnasiums

Die Europa-Fahrt führte 18 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in die beiden europäischen Handelsmetropolen Rotterdam in den Niederlanden und York in Nordengland. Die Fahrt fand in Kooperation mit dem Beisenkamp-Gymnasium in Hamm statt, einer Europa-Schule.

Während York seine Blütezeit vor allem im Mittelalter als Handelsstadt und im 19. Jahrhundert als Eisenbahnknotenpunkt und Schokoladenhauptstadt Großbritanniens erlebte, profitierte Rotterdam von der Globalisierung und ist aktuell die zweitgrößte Stadt der Niederlande und der größte Containerhafen Europas und drittgrößter der Welt.

Neben einem ausführlichen Besichtigungs- und Kulturprogramm blieb genügend Zeit für die Schüler, die Städte auf eigene Faust zu erkunden und kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen. Außerdem konnten sie ihre erworbenen Fremdsprachenkenntnisse einsetzen.

Am Samstag wurde zunächst die Innenstadt von Rotterdam, bekannt für ihre futuristische Skyline mit Gebäuden u.a. von Norman Foster und Rem Kohlhaas, erkundet. Am Abend ging es von dem Fährhafen Europort an Bord der weltgrößten Autofähre „Pride of Hull“ mit einer Nachtüberfahrt nach Hull.

In York gab‘s Schokolade

Im nordenglischen York standen eine 2-stündige Stadtführung sowie die Besichtigung des Schokoladenmuseums „York Chocolate Story“ auf dem Programm, wo von Kakaobohnen über das Azteken Getränk Xocolatl und Rohkakao bis zu fertiger Schokolade die verschiedenen Produktstufen durch die Schüler verkostet werden konnten. Den Nachmittag hatten die Teilnehmer zur freien Verfügung. Viele nutzten die Zeit zu einem Besuch des Eisenbahnmuseums NRM, des Gruselmuseums „York Dungeon“ oder zum Shopping in der weihnachtlich geschmückten Stadt und für einen Bummel über den Weihnachtsmarkt St Nicholas Christmas Fair. Nach einer weiteren Übernachtung an Bord der P&O Fähre kehrte die Gruppe am Montagnachmittag wieder nach Unna zurück.

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