Leitergolf, Wikinger-Schach und Fröbelturm: Kinder in Königsborn haben neue Spielgeräte

dzSpielfest

Neue Spielgeräte machen das Quartier im Südosten Königsborns bunter und für Kinder und Jugendliche noch attraktiver. Am Samstag wurden die Geräte beim Spielfest eingeweiht und ausprobiert.

von Sebastian Pähler

Unna

, 28.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Sicher: Eine Boule-Spielfläche ist besser als nichts - aber auf Dauer reicht sie nicht aus, um alle Generationen in einem Quartier wie dem im Südosten Königsborns zu unterhalten. Das fiel den Anwohnern auf und daran wollten sie etwas ändern. „Boule ist ein schönes Spiel, aber nicht alle sind so begeistert davon“, stellte Quartiersmanager Liberto Balaguer fest. Bei einer Quartierbeiratssitzung wurde der Mangel an Spielmöglichkeiten, vor allem für ältere Kinder und Jugendliche bemerkt und beschlossen, daran etwas zu ändern.

Gerade Jugendlichen fehlt ein Ort

Es war vor allem Anwohnerin Vesna Lokatis, die die Erweiterung des Spielangebotes an der Kieler Straße anmahnte. Dort gibt es neben der Boule-Fläche zwar auch noch eine Schaukel und eine Tischtennisplatte - aber dass die kaum mehr für Begeisterung sorgen, ist ihr schon länger aufgefallen. „Es gibt hier so viele Kinder und alles was es gibt ist die Schaukel und die Tischtennisplatte. Aber Kinder spielen kein Tischtennis mehr, das ist eher was für Erwachsene. Und Jugendliche mit 14 Jahren dürfen nicht auf den Spielplatz und können nirgendwo hin“, stellte Lokatis fest.

Viele neue Möglichkeiten

Für Abhilfe sorgt nun Leitergolf, bei dem es darum geht, ein Seil mit Kugeln an jedem Ende so an eine Leiter zu werfen, dass es sich verwickelt und hängen bleibt. Ein Wikinger-Schach, bei dem Holzfiguren umgekegelt werden müssen, und ein Frisbee-Golf-Korb ergänzen nun das Angebot. Zusätzlich erweitert wurde das Angebot, das mit Mitteln des Aktionsfonds finanziert wurde, noch durch einen Fröbelturm, und ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem Holzklötze gestapelt werden, das Anwohnerin Chrissy Westhoff gespendet hat. „Wir haben hier alle im Herzen, die Gemeinschaft zu fördern“, erklärte sie. Sie hatte das Spiel bei einem Sommerfest gesehen und fand, dass es gut zu der Auswahl an Spielgeräten passen würde. Gelagert werden die Spielgeräte im Container des Quartiersbüros und können dort ausgeliehen werden. Das hat sich auch schon bei den Boule-Kugeln bewährt.

Ein geselliges Fest

Das sich die Anschaffungen gelohnt haben, wurde bei dem Spielfest am Samstag deutlich. Anwohner des Quartiers trafen sich bei Würstchen und kalten Getränken zum Plaudern und um die Spiele kennenzulernen. Vor allem die Kinder hatten Spaß am Angebot. „Ich find das sehr gut. Es gibt jetzt mehr Möglichkeiten für Kinder“, stellte etwa Elwin Gajiyer fest. Jetzt sei etwas für jeden dabei. „Man ist nie zu alt für Spiele“, so der 15-Jährige.

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