Mit Video: Landwirt lässt verbranntes Material nach Feldbrand in Unna abtragen

dzLandwirtschaft

Der verheerende Brand von 450 Strohballen auf einem Feld im Unnaer Ortsteil Afferde wirkt noch nach. Jetzt hat der betroffene Landwirt einen Teil der verbrannten Erde abgetragen.

Unna

, 29.08.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es brannte lichterloh in der Nacht zum 8. August. 450 Strohballen waren das Futter für ein Feuer, das in dieser Nacht weithin zu sehen war. Damit war der Schaden noch weit höher als zunächst berichtet.

Betroffen war der Afferder Landwirt Hans Hermann Overhoff, auf dessen Feld die Strohballen in drei Reihen gelegen hatten. „Der Schaden ist wirklich groß, denn pro Ballen muss man wohl 30 Euro rechnen“, erklärt seine Gattin Christiane Overhoff.

Ein Gefühl der Angst bleibt

Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Brandstiftung – wie bei anderen Feldbränden im Umkreis auch. Ein 21-jähriger Dortmunder war tatverdächtig und legte nach seiner Festnahme ein Geständnis ab. „Wir wissen noch nicht, ob das auch der war, der bei uns das Feuer gelegt hat“, berichtet Christiane Overhoff von einem weiterhin vorhandenen Angstgefühl. „Das nimmt einen schon mit.“

Mit Video: Landwirt lässt verbranntes Material nach Feldbrand in Unna abtragen

Der letzte Rauch steigt aus der schwarzen, klebrigen Masse. Die musste als Sondermüll entsorgt werden. © Christiane Overhoff

Während die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dortmund laufen, sind die Folgen für den betroffenen Landwirt immer noch spürbar, denn ihm fehlt nicht nur das Stroh für seine Tiere – das Feuer hat auch hässliche Spuren hinterlassen.

„Die Ballen lagen auf einer Folie und waren mit einem Vlies abgedeckt. Hinzu kommt das Material, das die Rundballen zusammengehalten hat. All das ist zu einer schmierigen Masse geworden, die jetzt als Sondermüll entsorgt werden muss“, erklärt Christiane Overhoff.

Video
Sondermüllentsorgung nach Feldbrand

Glück im Unglück: Für diese Kosten kommt die Versicherung der Overhoffs auf. Zunächst war der Landwirt davon ausgegangen, dass etwa 12 bis 20 Tonnen Sondermüll anfallen würden. Jetzt, nachdem die Masse vom Feld beseitigt wurde, steht fest: Es sind 70 Tonnen, die in Container verladen zur Verbrennungsanlage nach Hamm gefahren werden mussten.

„Der Kostenvoranschlag lautete auf 3000 Euro, jetzt liegen die Kosten wohl bei 15.000 Euro“, vermutet Christiane Overhoff. Ein Gutachter der Versicherung war vor Ort, sie wird wohl auch diese Mehrkosten tragen.

Hoffnung auf fruchtbaren Boden

Am Donnerstag wurde der letzte Teil der verbrannten Masse abgetragen. „Das Feld ist immer noch schwarz, da ist sicher noch Asche. Aber mein Mann hat auch schon wieder ein paar Grashalme gefunden, die dort sprießen. Wir hoffen, dass dort wieder Gras wachsen wird“, sagt Christiane Overhoff. Zunächst aber müsse Ersatz für das verbrannte Stroh her: „Wir müssen gucken, wo wir das herbekommen.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Typisierung
Ganz Lünern hilft bei der Suche nach dem genetischen Zwilling von Annette Mattick
Hellweger Anzeiger Radverkehr
Mit neuen Radstellflächen wollen Unnas Grüne auch den Autoverkehr am Lindenplatz beruhigen
Meistgelesen