Landesjugendorchester NRW feiert in Unna sein Jubiläum

dzMeisterkonzert

Der Musikverein Unna freut sich auf sein erstes Meisterkonzert, das Landesjugendorchester NRW feiert in Unna am 27. September sein 50. Jubiläum. Alles ist bereit für ein kulturelles Glanzlicht.

Unna

, 19.09.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor genau 50 Jahren entstand die Idee zur Gründung eines Jugendsinfonieorchesters, um ambitionierten jungen Menschen in Nordrhein-Westfalen die Gelegenheit zur Mitwirkung in großen sinfonischen Besetzungen

zu geben. Was heute fast selbstverständlich erscheint, bot damals eine völlig neue Perspektive: Preisträger des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ trafen sich und bildeten ein Orchester aus hochbegabten jungen Musikerinnen und Musikern. Mittlerweile haben über 3000 Jugendliche in 226 Projektphasen im Landesjugendorchester NRW mitgewirkt und der Klangkörper hat sich zu einem der etabliertesten Jugendorchester in Europa entwickelt.

Beethoven-Programm als Ruf der Freiheit

Das große Festkonzert in der Kölner Philharmonie im April konnte zwar nicht stattfinden, dafür feiert das Orchester sein Jubiläum jetzt mit einem eindrucksvollen Beethoven-Programm. Die Jubiläums-Tournee „Liberté“ führt das Landesjugendorchester NRW am Sonntag, 27. September, 18 Uhr, in die Stadthalle Unna. Es präsentiert mit der „Eroica“ auch das Konzert für Violine und Orchester, op. 61 mit einer eigens für das Orchester komponierten Kadenz von Fazil Say.

Mit der „Eroica“ hat Ludwig van Beethoven die vielleicht erste politische Sinfonie der Welt geschrieben. Seine musikgewordene Idee der Freiheit hat der Herbsttournee des Landesjugendorchester NRW ihren Leitgedanken gegeben. Das Konzert für Violine und Orchester, op. 61, ist eines der anspruchsvollsten Werke der Literatur für diese Besetzung und gleichzeitig Beethovens einziges Solowerk, das nicht für das Klavier geschrieben wurde. Für den Solo-Part wurde Jungstar Mira Foron gewonnen, zuletzt ausgezeichnet mit dem First Grand

Prize des Internationalen Berliner Musikwettbewerbs 2019.

Ideale der Französischen Revolution

In Unna ist die Aufführung der„Eroica“ der krönende Programmhöhepunkt. Das Werk war und ist Zukunftsmusik und wurde erst durch Mendelssohns Wiederentdeckung als wegweisend anerkannt. Die ursprünglich dem Konsul Bonaparte gewidmete und nach Napoleons Kaiserkrönung umbenannte Sinfonie ist Beethovens Hymne an die Ideale der französischen Revolution.

Die musikalische Leitung des Projekts hat Sebastian Tewinkel, Chefdirigent des Orchesters seit 2018 und selber Alumnus der Talentschmiede LJO.

Weitere InformatiIonen gibt es unter www.musikverein-unna.de, unter www.lje-nrw.de und auf der interaktiven Website www.50jahreljo.nrw.

Es gibt noch Karten. Interessenten melden sich wegen des Vorverkaufs bitte direkt bei Bettina Großebüter, Tel. (02303) 86074.
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