Kunstforderer laden zur kreativen Bestandsaufnahme

dzNeue Kunstausstellung

Vielseitig zeigen sich 2019 die Kunstforderer bei ihrer gemeinsamen Jahresausstellung im ZIB. Unter dem Titel „Undici“ ist diesmal Abstraktes und Konkretes, Leichtherziges und Bedrückendes zu finden.

von Sebastian Pähler

Unna

, 06.10.2019, 15:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht ein vorgegebenes Thema, sondern ein Querschnitt aktueller Projekte der teilnehmenden Künstler bringt seit Sonntag die Ausstellung „Undici“ in die Galerie des Zentrums für Information und Bildung (ZIB). Die Kunstforderer präsentierten hier die Werke von elf sehr unterschiedlichen Kreativen, die auch das Publikum bei der Vernissage beeindruckten.

Die Elf

Elf, das ist die Anzahl der Künstler und genau das bedeutet auch der Titel der Ausstellung. „Undici“ ist das italienische Wort für Elf. „Dass das Wort maßgeschneidert auf die Stadt Unna scheint, ist wohl ein glücklicher Zufall“, scherzte Thomas Namyslo bei seiner Einführung in die Ausstellung. Er verglich dabei die Ausstellung mit Künstlergruppen vergangener Zeiten, wie „Die Elf“ aus München oder die Vereinigung der XI aus Berlin, die sich vor allem zwecks gemeinsamer Ausstellungen und des kreativen Austausches zusammengetan hatten.

Kunstforderer laden zur kreativen Bestandsaufnahme

Bei der Ausstellungseröffnung im ZIB begrüßten die Kunstforderer Freunde und Förderer zu einer kreativen Bestandsaufnahme. © Sebastian Pähler

Auch den Kunstforderer ging es in ihrer Jahresausstellung 2019 nicht um ein vorgegebenes Thema, stattdessen wollte man einen Querschnitt von dem zeigen, womit sich die Mitglieder derzeit befassen. Da blieb auch Namyslo nicht viel zu sagen: „Die dargestellten Werke wollen und können für sich stehen. Auch die Kunstforderer tragen dazu bei, dass unsere Kreisstadt lebens- und liebenswert ist“, gab der Stellvertretende Bürgermeister Frank-Holger Weber den Künstlern und Besuchern bei seiner Eröffnung mit auf den Weg.

Musikalisch begleitet wurdet die Ausstellungseröffnung von Winni Schickentanz, der quasi als zwölfter Kunstforderer einen akustischen Rahmen schuf.

Bunte Vielfalt

Zu sehen ist bis zum 31. Oktober in der Schwankhalle des ZIB allerhand, so dass wohl jeder etwas entdecken kann, das seinen Geschmack trifft. Seien es die abstrakten Figuren von Ilona Hetmann oder die konkrete Darstellung eines Unnas, wie es einmal war, von Joachim Ante.

Fast eher Installationen als Gemälde sind die aufwändigen Bild-Konstrukte von Anne Deifuss und Hans Wegener. Ebenfalls eher Installationen mit einer Streetart-Anmutung sind die gestalteten Rollos von Gianni Angiolillo. Annette Riemer, Gabriele Pogadl und Volker Pohl arbeiten überwiegend abstrakt und doch höchst unterschiedlich.

Auch starke Kontraste wie jener zwischen der Kreuzigungsszene von Gertrud Barthel und dem Akt von Yannick Leniger sind in „Undici“ zu finden. Mit Stücken wie dem sich zierenden Stuhl „Besetzt“ von Leo Pira finden sich auch ein paar Skulpturen in der Ausstellung.

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