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Kunst, die mit der Heimat und der Ferne verbindet

dzKunstort Unna: Atelier Agner

Seit drei Jahren hat Andrea Agner ihr Atelier in Unna. Hier fertigt sie Schutzesel und Auftragsarbeiten an und macht auf Werke neugierig, die sie ihm Rahmen vom „Kunstort Unna“ ausstellen wird.

von Kyra Molinari

Unna

, 18.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Andrea Agners Kunst ist vor allem geprägt durch die Reisen, die sie regelmäßig unternimmt. Zusammen mit ihrem Partner ist sie viel unterwegs, schaut sich die Welt an und sammelt so zeitgleich immer wieder Inspirationen für neue Kunstprojekte.

Serie

Zu Besuch am „Kunstort Unna“

Im Rahmen der Aktion „Kunstort Unna“ zeigen Künstler, Ateliers und andere Einrichtungen in Unna vom 13. bis 15. September 2019 die unterschiedlichsten Orte, an denen Kunst entsteht und erlebbar ist. Im Vorfeld schaut sich unsere Redaktion nacheinander diese 27 Kunstorte an, um darüber zu berichten.

Daher ist ihre Kunst vor allem bunt und bildet ab, was es in den verschiedenen Kulturen zu entdecken gibt: Ihre jüngste Reise ging nach Asien und so sind auf ihren neuen Kunstwerken japanische Schriftzeichen und dreieckige Hüte zu erkennen, dazwischen viel Farbe. In ihrem Atelier an der Oberen Husemannstraße hängen aber auch Drucke von der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo oder selbstgeschossene kubanische Bilder. Doch nicht nur Reisen sind ihre Passion. Besonders am Herz liegen ihr auch alte Designertaschen, die sie kauft und bemalt und ihnen somit ein zweites, bunteres Leben schenkt.

Oma war schon Künstlerin

Eine Verbindung zur Kunst hatte Agner schon immer, denn ihre Oma war auch Künstlerin, die Tante Lehrerin für Kunst und Textilgestaltung. Seit zehn Jahren ist Agner selber auch freischaffende Künstlerin im eigenen Atelier und hat ihr eigenes Erfolgskonzept: „Mein Erfolg kommt wohl durch die Bandbreite, die ich anbieten kann: Im vorderen Teil des Ateliers gibt es Postkarten und kleine Kunstwerke, hinten großformatige Kunstwerke für mehrere hundert Euro“, erläutert Agner. Vorne im Atelier gibt es unter anderem die Schutzesel, eine Erfindung von Agner selbst: Sie hat dem bekannten Unnaer Esel Flügel verpasst und ihn somit zum Schutzengel erhoben. Er ist auf bunte Postkarten gedruckt, auf Flaschenetiketten oder Bilder, und wird dieses Jahr schon zehn Jahre alt.

Kunst, die mit der Heimat und der Ferne verbindet

Kreative Impulse schöpft die Künstlerin unter anderem aus Reisen. © Udo Hennes

Erfahrung auch ohne Kunststudium

Ein Kunststudium hat Agner nicht belegt, stattdessen hat sie zwei verschiedene Ausbildungen abgeschlossen. Und das Kunststudium ist ihr auch nicht wichtig. „Die besten Wege verlaufen nicht immer gerade“, sagt Agner, und der Erfolg mit ihrem Atelier gibt ihr Recht.

Auch wenn Agner schon in New York gelebt hat und immer wieder in der Weltgeschichte unterwegs ist, ist Unna doch ihre Basis. Zusammen mit anderen Künstlerinnen informiert sie immer wieder über Aktionen in Unna und organisiert regelmäßig ihre eigenen Vernissagen. Agner ist eng verbunden mit Unna und fühlt sich hier sehr wohl.

Für das Projekt „Kunstort Unna“ dürfen die Gäste sich schon auf neue, weltgewandte Kunst von ihr freuen: „Im Juni fliege ich mit meinem Lebensgefährten nach Ibiza, daran werden sich die Kunstwerke orientieren. Sie werden bunt sein und den Hippie-Geist der Siebziger verkörpern“, macht Agner neugierig.

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