Kulturamt Unna will künftig wieder jährlich einen Bericht vorlegen

dzKultur

Was macht das städtische Kulturamt eigentlich? Wofür bekommt es wieviel Geld? Und welche Dritttmittel wirbt das Team um Sigrun Krauß ein? Das soll künftig ein Bericht erklären.

13.02.2019, 13:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ende November 2018 war es, da schlug die CDU-Fraktion vor, zu prüfen, ob der städtische Kulturbereich nicht möglicherweise in eine neue Struktur aus Stadtmarketing, Stadthalle und Wirtschaftsbetrieben integriert werden könne. Verbunden mit dieser Anregung war der Vorschlag, den städtischen Zuschuss für den Kulturbereich um 30.000 Euro ab dem 1. Januar 2019 zu kürzen.

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Eine Mehrheit für diesen Vorstoß fanden die Christdemokraten in der Unnaer Politik nicht. Unnaer Künstler hatten sich zudem vehement gegen die geplanten Kürzungen ausgesprochen und in dem Zusammenhang auch die Frage aufgeworfen, ob die Unnaer Politiker überhaupt alle wüssten, was das städtische Kulturamt alles leiste. „Das Kulturamt ist die Stelle, die die Künstler vor Ort stärkt“, brachten es die Künstler im Rahmen einer spontanen Unterschriftensammlung Ende des Jahres auf den Punkt.

„Es scheint nicht so ganz transparent zu sein, was der Kulturbereich macht.“
Sigrun Krauß, Leiterin des städtischen Kulturbereiches

Jetzt steht der Vorschlag des Kulturamtes im Raum, wieder einen jährlichen Kulturbericht vorzulegen, der die Arbeit des Kulturbereiches detailliert vorstellt. „Es scheint nicht so ganz transparent zu sein, was der Kulturbereich macht“, begründete Sigrun Krauß ihren Vorschlag, den sie am Dienstagabend im Kulturausschuss machte. Sie hatte den Ausschussmitgliedern den bis dato letzten Kulturbericht der Stadt mitgebracht, der aus dem Jahr 2001 datiert. „Wir zeigen darin detailliert auf, was wir machen, wie wir es machen und auch wieviel Geld wir wofür bekommen“, erklärte Krauß den Inhalt des Berichtes.

Bericht ab 2019 möglich

Ab dem laufenden Jahr könne ein solcher Bericht wieder aufgelegt werden und so für mehr Transparenz sorgen, schlug Krauß vor. „Wir tun so viel Gutes und jetzt reden wir auch mal darüber“, sagte die Kulturamtsleiterin. Einen direkten Bezug zu der Ende 2018 geführten Debatte um Kosteneinsparungen und mögliche Umstrukturierungen zog Krauß nicht. Nachfragen zu ihrer Anregung gab es keine, nur die geäußerte Sorge, dass die Kapazitäten des Kulturbereiches nicht ausreichen könnten, einen solchen Bericht zu erstellen.

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