Kroll und König gehen Montag einen Kaffee trinken

dzSPD

Die Sexismus-Debatte der SPD soll in einem zwanglosen Rahmen ausdiskutiert und dabei beendet werden. Ratsfrau Ingrid Kroll und Fraktionschef Volker König treffen sich in einem Café.

Unna

, 07.11.2018, 15:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

In angespannten Situationen wie der derzeitigen haben selbst Kleinigkeiten eine Bedeutung. Für die Aussprache zwischen Kroll und König sind die Rahmenbedingungen gesetzt. Am kommenden Montag treffen sich die beiden zerstrittenen Ratsmitglieder der SPD in einem Café, um ihre Probleme aus der Welt zu schaffen. Es wird ein Vier-Augen-Gespräch ohne Moderator sein.

Vier-Augen-Gespräch mit sozialer Kontrolle

Die Wahl des Ortes könnte eine entspanntere Grundatmosphäre begünstigen als die nüchterne Atmosphäre des Fraktionsbüros. Zugleich bietet ein solches Ambiente eine Art der sozialen Kontrolle, die den beiden einen zusätzlichen Anreiz gibt, sich mit emotionalen Ausbrüchen zurückzuhalten. Zuletzt war im Miteinander der beiden nicht nur Sachlichkeit.

Beide müssen zurückfinden zur Sachlichkeit

Dabei hängt viel ab von der Versöhnung, hatte der Streit der SPD eine Form von Aufmerksamkeit beschert, die vielen Anhängern der Partei missfällt. König soll Kroll in einem Gespräch vor dem Ratssaal in weithin hörbarer Lautstärke jegliche Intelligenz abgesprochen haben. Dies mit ihrem Werdegang im Einzelhandel zu erklären, könnte einen Funktionär der Sozialdemokraten untragbar machen, wenn es denn wirklich seiner Haltung entspricht. Umgekehrt hat auch Kroll starkes Kaliber aufgefahren, als sie König Sexismus und Machotum vorwarf. Dies allerdings tat sie von sich aus zunächst nur in einer E-Mail, die dann offenbar von König selbst in Umlauf gebracht wurde.

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Chancen für gutes Gespräch sind gegeben

Ob den beiden eine Aussöhnung gelingt, wird sich vermutlich erst auf längere Sicht zeigen. Für Montag scheinen die Voraussetzungen für ein konstruktives Gespräch gegeben zu sein. König hatte bereits vor der Ratsfraktion der SPD erklärt, in seinem Streitgespräch mit Ingrid Kroll zu emotional reagiert und sich im Ton vergriffen zu haben. Außerdem kündigte er in der vergangenen Woche eine öffentliche Entschuldigung an. Deren Wortlaut will er aber ebenfalls mit Ingrid Kroll abstimmen.

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