Das war‘s: Zwischen Ingrid Kroll und der SPD sind alle Bande gelöst

dzPolitik

Es war eine schwere Geburt, aber nun ist die Abnabelung vollendet: Das Unnaer Rats- und Kreistagsmitglied Ingrid Kroll hat nach Austritten aus den Fraktionen auch das Parteibuch der SPD abgegeben.

Unna

, 04.02.2020, 11:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ingrid Kroll hat nun auch den Austritt aus der Partei erklärt. Am Montagmittag sei ein entsprechendes Schreiben von ihr im Briefkasten des SPD-Unterbezirks gelandet, gab Kroll nun bekannt. 19 Jahre lang war die Unnaerin Mitglied bei den Sozialdemokraten, davon 16 aktiv in politischen Gremien.

Im Rat der Stadt Unna und im Kreistag sitzt Kroll damit künftig nicht nur als Fraktionslose, sondern auch als Parteilose. „Ich werde weiterhin die Werte vertreten, die ich einmal mit der SPD verbunden habe, aber eben nicht als Mitglied der Partei, die mit ihnen Werbung macht“, so Kroll.

Der Abschied falle ihr durchaus schwer, habe sie in der Zeit als Sozialdemokratin doch auch viele Freundschaften innerhalb der Partei gefunden. Doch am Ende war die Art des Miteinanders in der Breite nicht mehr akzeptabel für sie.

Kroll reagiert mit ihrem Austritt vordergründig auf Überlegungen, ein Parteiausschlussverfahren gegen sie anzustreben. Kreistagsfraktionschefin Brigitte Cziehso hatte sie zur Sprache gebracht, ihren Umgang mit Ingrid Kroll aber schließlich selbst als falsch bezeichnet. Die Auseinandersetzung in der Kreistagsfraktion steht allerdings in der Folge einer langen Entwicklung, die in Unna mit der „Causa Risadelli“ innerhalb der Ratsfraktion begonnen hat.

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Coronavirus
Coronavirus: Kein Grund zur Panik – aber manche kaufen 40 Flaschen Desinfektionsmittel
Hellweger Anzeiger Brandschutz
Sanierung schnellstmöglich: Sprinkler im ZIB-Gebäude hätten im Brandfall zu wenig Wasser
Hellweger Anzeiger Gymnasium
Ein neuer demokratischer Staat in Unna: PGU-Schüler gründen das „Pestalonische Reich“
Meistgelesen