Kritische Namensgleichheit bei Eishallen-Initiativen in Unna

dzEissporthalle Unna

Der Verein „Unna braucht Eis“ äußert sich nun doch zu dem Vorstoß von Ernst Otto Derwald, einen Förderverein für die Eissporthalle zu gründen. Es sei „positiv, wenn sich möglichst viele Menschen für den Erhalt der Eissporthalle einsetzen“, so der Verein. Allerdings sehen die Vereinsmitglieder ein rechtliches Problem.

Unna

, 09.09.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Mehrzweckhalle, die von einem Förderverein betrieben wird, oder eine Eissporthalle, die 365 Tage im Jahr das Eislaufen in Unna ermöglicht – diese beiden Ideen für die Zukunft der seit Juli geschlossenen Eissporthalle Unna stehen jetzt im Raum. Der Verein „Unna braucht Eis“ begrüßt den Alternativ-Vorschlag von Ernst Otto Derwald, sieht aber naturgemäß sein eigenes Konzept als das sinnvollere an.

In einer Pressemitteilung reagierte der Verein am Wochenende auf den Vorstoß Derwalds, einen Förderverein für die Eishalle zu gründen und sie künftig als Mehrzweckhalle zu betreiben. „UNNA.braucht.EIS sieht es positiv, wenn sich möglichst viele Menschen für den Erhalt der der Eissporthalle Unna einsetzen. Das Ziel sollte am Ende der Erhalt der Eissporthalle sein“, schreibt der Verein in der Mitteilung.

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Nach der Veröffentlichung eines ersten Konzeptes zur Sanierung arbeite man nun an einem Konzept zum Betrieb der Eissporthalle. „Es liegt in der Natur der Sache, dass wir unser Konzept als das sinnvollere und tragfähigere ansehen. Insbesondere 365 Tage im Jahr Eis anzubieten, wird sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil für Unna erweisen“, ist der Verein überzeugt.

„UNNA.braucht.EIS sieht es positiv, wenn sich möglichst viele Menschen für den Erhalt der der Eissporthalle Unna einsetzen“
Der Verein „Unna braucht Eis“ in seiner Mitteilung

Dass Ernst Otto Derwald andere Ansatzpunkte für den Erhalt der Halle sehe, nimmt der Verein zur Kenntnis. „Wir sehen es positiv, wenn in unterschiedlichen Modellen gedacht wird. Dies ist gelebte Demokratie und kann in Zeiten von beklagter Politikverdrossenheit nur gut sein“, so die Mitglieder.

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Allerdings befürchtet der Verein, dass eine klare Abgrenzung seiner Ideen zu denen Derwalds schwierig sei, solange Derwald mit der Namensgleichheit „unnabrauchteis.de“ arbeite. „UNNA.braucht.EIS ist als Vereinsname rechtlich geschützt. Auch und im besonderen Sinne der Transparenz sollte Herr Derwald seiner Initiative einen klar unterscheidbaren Namen und Auftritt geben, um hier eine klare Abgrenzung der Ideen und Konzepte zu erzielen.“, fordert der Verein. Alles andere hätte einen „faden Beigeschmack“.

Während Ernst Otto Derwald die Domain „unnabrauchteis.de“ reserviert und gekauft habe, so sei der Name „UNNA.braucht.EIS“ von dem Gründungsmitglied Ingo Malak erdacht worden, betont der Verein. Die Ähnlichkeit der beiden Internetseiten liege darin begründet, dass er beide Seiten entwickelt habe, sagt auch Ernst Otto Derwald.

Unterstützer gesucht

Derwald baut Datenbank auf

Kritische Namensgleichheit bei Eishallen-Initiativen in Unna

Ermst Otto Derwald © Marcel Drawe

Die Unterstützer-Datenbank für den Erhalt der Eissporthalle Unna von Ernst-Otto Derwald ist erreichbar unter der Adresse. http://hilfe.unnabrauchteis.de Auf seiner Seite stellt Derwald auch sein Konzept einer Mehrzweckhalle vor. Die Homepage des Vereins „UNNA.braucht.EIS“ hat Derwald auf seiner Startseite verlinkt – offenbar für Besucher, die aufgrund der Namensgleichheit bei ihm landen, sich aber für das andere Konzept ebenfalls interessieren.

Er hat auf seiner Internetseite mehrere Thesen und Ideen zur Eissporthalle zusammengetragen. Auch die Möglichkeit, sich als Unterstützer in eine Datenbank einzutragen, findet sich auf der Seite. Derwald rechnet mit 200 Unterstützern, die er im besten Fall erhält. Erst dann sei die Gründung eines Fördervereins sinnvoll.

Unterdessen ist die Homepage von „UNNA.braucht.EIS“ unter der neuen Adresse www.unnabrauchteis.org zu erreichen.

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