Bildergalerie

Kreative Kritik im öffentlichen Raum

Wenn es darum geht, auf Missstände hinzuweisen, findet sich in Unna schnell jemand, der eine ungewöhnliche Idee umsetzt. Wer das ist, ist nicht vollends geklärt, macht aber auch keinen Unterschied...
16.03.2020
/
Alles fing an mit einem ehemals denkmalgeschützten Fachwerkhaus an der Massener Straße 13. © Roman Grzelak
Jahre mit nachlässiger Pflege hatten es in einen so schlechten Zustand versetzt, dass die Denkmalbehörde den Erhalt für wirtschaftlich unzumutbar erklärte und den Abriss genehmigte. Ende 2012 verschwand ein 300 Jahre altes Bauwerk aus dem Stadtbild. © Borys Sarad
Es hinterließ: Leere. Dem Eigentümer ist es bis heute nicht gelungen, die Baulücke sinnvoll zu füllen. © Udo Hennes
Stattdessen füllte ein kreativer Anonymus sie mit Ideen. Erst wirkten sie ernst und bedrohlich,...© Privat
...doch dann entwickelte sich eine humorvolle Art des Protests, die mit überzeichneten Nutzungsvorschlägen auf den Stillstand hinwiesen. Mal wurde der Bau einer Golfanlage angekündigt,...© Privat
...dann ein Camping-Platz eingerichtet. © Roman Grzelak
Der Flaschenkasten als Hilfe für Pfandflaschensammler hätte sogar einen Zweck erfüllt, hätte der Eigentümer des Grundstücks ihn nicht beseitigt. Überhaupt zeigte er wenig Toleranz für die Protestaktionen. Ein Unnaer Künstlerpaar, das er als Urheber annahm, bekam sogar Besuch von der Polizei. Sie konnte aber keinen Täter überführen. Musste sie auch nicht, denn... © Sebastian Smulka
...nach dem Polizeieinsatz bekannte sich eine Gruppe von Aktivisten als Urheber der Aktionen. Ob die "UN-artigen Ozadeure" tatsächlich Täter oder nur Sympathisanten waren, ist allerdings umstritten. Zudem sind die Mitglieder der Gruppe auf diesem Foto ja auch fast gar nicht so ganz einfach zu erkennen. © Roman Grzelak
Gut sieben Jahre nach dem Abriss der Massener Straße 13 gibt es dort immer noch keine Nachfolgebebauung, aber weiterhin kleine Sticheleien. © Sebastian Smulka
Und nun hat die Bewegung ein neues Betätigungsfeld gefunden. Der Aufruf für eine Ersatzpflanzung für die gefällte Blutbuche an der Post hat allerdings auch nur begrenzte Aussichten darauf, Gehör zu finden. Mal sehen, welche Blüten der Protest dagegen hier noch treibt. © Sebastian Smulka