Kostenlose Parkplätze als Anreiz für das Elektro-Auto

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Die Elektromobilität kommt nur langsam in Fahrt. Unna will sie jetzt auch mit einer netten Geste fördern: Wer batteriebetrieben fährt, soll künftig kostenlos parken dürfen.

Unna

, 07.09.2019, 04:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Genau 4,50 Euro kostet es in Unna, sein Auto für drei Stunden auf einem Freiluftparkplatz in der Innenstadt abzustellen. Fahrern von Elektrofahrzeugen soll dieser Betrag künftig erlassen werden. Für sie würde es ab 1. Januar 2020 ausreichen, die Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe zu legen. So sieht es ein Vorschlag der Stadtverwaltung vor, der die politischen Gremien noch passieren muss.

Das Rathaus greift mit dieser Idee einen Vorschlag der SPD-Fraktion auf, die die Verbreitung von abgasarmen oder -freien Fahrzeugen unterstützen möchte. Allzu teuer würde diese Form der Unterstützung nicht: Die Zahl der Fahrzeuge, für die sie überhaupt infrage kommt, ist überschaubar.

Dabei ist Unna tatsächlich so etwas wie die regionale Hauptstadt der Elektromobilität. Jedes vierte E-Auto mit UN-Kennzeichen steht tatsächlich auch in Unna. In absoluten Zahlen ist die Elektromobilität ein Nischenthema.

126 reine Elektrofahrzeuge fahren durch Unna

Kreisweit sind derzeit 520 reine Elektro-Autos angemeldet. 126 stehen in der Kreisstadt. Zum Vergleich: Insgesamt gibt es im Kreis Unna 238.448 Kraftfahrzeuge und in der Stadt Unna 36.062. Das war der Stand am Freitag kurz vor Dienstschluss in der Zulassungsstelle. Die Elektroquote liegt also bei 0,35 Prozent in Unna und bei 0,22 Prozent kreisweit. Weiter verbreitet sind Hybridfahrzeuge, die mit unterschiedlichen Konzepten Ladestrom und konventionelle Kraftstoffe verbinden. Davon gibt es kreisweit 1350, in der Stadt Unna 300.

Zehn Stromtankstellen in der Übersicht der Stadtwerke

Der Wechsel vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität verläuft langsam. Gründe sind vielfältig und nur zum Teil in den Kommunen zu bearbeiten. Was das Angebot an öffentlich zugänglichen Ladesäulen angeht, scheint Unna vergleichsweise gut unterwegs zu sein: Wem es seine Wohnsituation nicht gestattet, das Elektro-Auto zu Hause ans Netz zu hängen, dem bieten allein die Stadtwerke an zehn Standorten öffentlich zugängige Lademöglichkeiten an. Andererseits dauern die Ladevorgänge bei einem Elektrofahrzeug länger als das konventionelle Tanken an der Zapfsäule. Und maximal können an den Stadtwerke-Stationen zurzeit 16 Autos gleichzeitig geladen werden.

Den Parkrabatt will die Stadt mit geringst möglichem Aufwand umsetzen. An den 32 Parkscheinautomaten würden Aufkleber angebracht, die Fahrer mit E-Kennzeichen darüber aufklären, dass sie kein Ticket lösen müssen.

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