Konkrete Bürgerwünsche zur Verkehrswende: Ein besserer Nahverkehr und mehr Schutz für Radler

dzVerkehrswende

Viele Unnaer Bürger wären bereit, aufs Auto zu verzichten, wenn die Alternativen stimmen. Das fängt bei Fahrradstraßen an und geht mit besseren Busverbindungen auf die Dörfer weiter.

Unna

, 01.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Wochenende die Freunde in Mühlhausen-Uelzen besuchen? Für Eva-Lotta Vogt ist das eine Herausforderung. Denn die 16-jährige „Fridays for Future“-Aktivistin will sich nicht mit dem Auto bringen lassen, sondern setzt lieber aufs Fahrrad oder den ÖPNV. Doch genau da liegt das Problem.

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„Da fahren am Wochenende keine Busse. Ausgerechnet am Wochenende. Das geht doch gar nicht“, zeigte sich die Schülerin auf der Diskussionsveranstaltung „Verkehrswende“ am Dienstag im ZIB fassungslos. Gerade das Wochenende sei schließlich die Zeit, in der man als Jugendlicher Freizeit habe und diese mit seinen Freunden verbringen wolle. „Viele meiner Freunde wohnen in Mühlhausen und Uelzen. Versuchen Sie, da mal am Wochenende mit dem Bus hinzukommen oder umgekehrt aus den Dörfern nach Unna zu kommen“, schildert Vogt eine Situation, die ihr angesichts der aktuellen Verkehrswende-Debatte unmöglich erscheint.

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Ein wenig flexibler öffentlicher Nahverkehr – dieses Problem kennen auch Arbeitnehmer. „Allein schon die vielen Verkehrsverbünde machen das Fahren kompliziert und dann ist es auch einfach teuer“, schilderte eine Arbeitnehmerin die Lage, „das ist etwas, was Unna nicht alleine angehen kann, da muss die gesamte Region schauen, wie sie die Nutzung des ÖPNV attraktiver macht. Nur dann ist er nämlich eine echte Alternative zum Auto.“

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