Königsborner JEC erstmals Gastgeber im neuen Domizil

dzEishockey-Premiere

In Unna wird weiter heftig um den Erhalt der Eishalle gerungen. Der Königsborner JEC verfolgt das eher aus der Ferne. Die U11 feierte am Samstag eine besondere Premiere - und landete einen Prestigeerfolg.

Unna/Bergkamen

, 02.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Zum ersten Mal war die U11 des Königsborner JEC am Samstag Gastgeber in der Landesliga - und das an einem immer noch etwas ungewohnten Ort. In der Eissporthalle Bergkamen empfing Unnas Eishockey-Nachwuchs die Gäste von der Düsseldorfer EG, den Iserlohn Roosters und dem ERV Dinslaken.

Improvisationstalent gefragt

„Irgendwie klappt alles!“ Der Satz, den der KJEC-Vorsitzende Dirk Kimpel einem anderen Vereinsmitglied eher im Vorbeigehen zurief, ist für die Unnaer Programm. Die „Bulldogs“ müssen weiter kräftig improvisieren, machen aber Fortschritte und kämpfen für ihr Ziel, dem Eishockeysport in Unna eine Zukunft zu geben.

Königsborner JEC erstmals Gastgeber im neuen Domizil

Die Eltern der Jugendspieler verkaufen Waffeln, Brötchen und Fanartikel - wichtige Einnahmen sind das für den KJEC. © Stefan Milk

In Bergkamen ist die Königsborner Eishockey-Familie längst angekommen, wie selbstverständlich bieten die Eltern auch hier am Spieltag Waffeln und Brötchen und natürlich auch Fanartikel an. Der Betreiber der Eishalle hatte das zugesagt - und er hielt Wort.

Größtes Manko in Bergkamen ist nach wie vor die Kabinen-Situation. Zwar sind die Kabinen unter der Tribüne inzwischen renoviert, doch für einen reibungslosen Ablauf des Trainings und vor allem an den Spieltagen sind vier Kabinen erforderlich. Der KJEC hat längst mit dem Aufbau einer weiteren Kabine auf der Tribüne begonnen. So richtig nutzbar ist die aber noch nicht - es fehlt eine Tür. Und so durften die „Bulldogs“ am Samstag ausnahmsweise auch das „Allerheiligste“ der Bergkamener „Grizzlys“ nutzen. Kimpel betont, wie dankbar der KJEC dafür ist, denn eine solche Nutzung sollte eigentlich ausbleiben.

Hoffen auf die Politik

Am schnellsten lösen ließe sich die Kabinenproblematik mit Hilfe von Containern. Kimpel hat ein Angebot für einen gebrauchten Container, aber er hat den KJEC einfach voller Hoffnung auch bei der Aktion „Lichtblicke“ angemeldet. Vielleicht kommt von dort unerwartete Hilfe. Eigentlich am Zug wäre die Politik, in erster Linie die in Bergkamen. Das machte auch Unnas Beigeordnete Kerstin Heidler deutlich, die zur Premiere in Bergkamen war und für den KJEC weiterhin eine wichtige Ansprechpartnerin ist.

Auch Neuzugänge für den KJEC

Das wichtigste Ziel aber hat der KJEC bereits erreicht. Der Spielbetrieb wird fortgesetzt, ohne eine Abmeldung von Mannschaften. „Klar haben wir Kündigungen von Mitgliedern bekommen, doch es gab auch Zugänge“, sagt Kimpel. Möglicherweise kam die sensationelle Silbermedaille für die deutschen Eishockeyherren bei Olympia gerade zum rechten Zeitpunkt. Noch vorhandene Lücken werden über Doppellizenzen geschlossen. „Hier können auch die spielen, die in Iserlohn oder Dortmund keine Chance bekommen“, sagt Kimpel. Das Wichtigste aber sei der Spaß.

„Die spielen mit einer Auswahl der besten Spieler. Wir haben eine Mannschaft, in der jeder spielen darf - Jungs genauso wie Mädchen.“
Dirk Kimpel mit Blick auf die Düsseldorfer EG und die Iserlohn Roosters

Und Spaß hatten die U11-Kinder am Samstag reichlich. In der Landesliga treffen sie auf die großen Eishockey-Namen. Neben Düsseldorf und Iserlohn spielt auch Köln in dieser Liga. Sportlich ist es für die Unnaer da schwer, zu bestehen. Und doch gab es neben dem 2:9 gegen die DEG und dem 1:9 gegen Dinslaken am Samstag einen beeindruckenden Prestigeerfolg. Gegen den Nachwuchs der Iserlohn Roosters erkämpften die Jungen und Mädchen ein 4:4-Unentschieden. Das macht Mut.

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