Die Jungen sollen sich einbringen: So steht es um die Königsborner Jugendarbeit

dzWohnzimmergespräch

Über die Jugendangebote in Königsborn wird viel diskutiert, so auch am vergangenen Donnerstag. Liberto Balaguer, Quartiersmanager von Königsborn Süd-Ost, lud zu einem "Wohnzimmergespräch" über dieses Thema.

von Tom Schneider

Königsborn

, 12.10.2019, 14:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Jugend ist unsere Zukunft, doch wie können wir sie unterstützen? Diese Frage stelle sich Quartiermanager Liberto Balaguer und lud dazu am Donnerstag zu einer weiteren Veranstaltung der Reihe "Wohnzimmergespräch". Unter dem Titel "Was geht, Königsborn?" öffnete er die Tür des Evangelische-Freikirchlichen Gemeindehauses um über die Jugendangebote und -arbeit im Stadtteil zu reden. Für ein vielseitiges und informatives Gespräch lud Liberto Balaguer diverse Gäste ein, darunter:

Carsten Schmidt ist Jugendhilfeplaner der Stadt Unna und gestaltet die Kinder-, Jugend- und Familienangebote der Stadt. Schmidt trägt Anliegen der Bürger in die Politik, so auch an diesem Abend. Für ihn ist es besonders wichtig die Jugendlichen mitgestalten zu lassen. "Wir müssen raus. Wir müssen zu den Jugendlichen", sagt er zur zukünftigen Gestaltung der Jugendangebote in Unna.

Susanne Stock ist Pfarrerinin der evangelischen Kirchengemeinde Königsborn. Die Gemeinde pflegt eine starke Jugendarbeit sowohl für Gemeindemitglieder als auch für Außenstehende.

Bis vor Kurzem geschah dies an zwei großen Standorten: Im Taubenschlag im Königsbornen Norden und in der Brücke im Süden. Letztere musste die Jugendarbeit nun aus finanziellen Gründen aufgeben. Doch die Pfarrerin meint: "Das ist kein Rückzug. Die Jugendarbeit wird vom Falken Kinderclub weiter geführt. Wir wollen uns von diesem ‚Kirchturmdenken' verabschieden, es gibt schließlich viele kompetente Jugendarbeit in Unna."

Jugendliche engagieren sich für die eigene Sache

Natürlich dürfen die eigentlichen Experten nicht fehlen: Sahra Chamlali, Kimberly Kirsch und Lea Schreiber sind zwischen 14 und 17 Jahren alt. Sie alle engagieren sich in der Jugendarbeit in Königsborn und wissen, welche Angebote Jugendliche haben wollen. Auch sie haben konkrete Vorstellungen. Schreiber findet „die Angebote für Kinder in Unna perfekt, aber an den Jugendangeboten mangelt es". Ihr Vorschlag: „Mehr kleine Sachen" – so soll es mit der Jugendarbeit weiter gehen. „Man muss nicht gleich ins Phantasialand", so die Jugendlichen.

Ärger über Müll im Kurpark

Eine hitzige Diskussion entbrannte, als ein Bürger anmerkte, es gäbe auch Jugendliche, die sich nicht auf Jugendangebote einlassen würden und stattdessen Orte wie den Kurpark "besetzen und zumüllen". Viele Vorschläge wurden dazu geäußert, wie man das Problem in den Griff bekommen will. So müsse die Stadt helfen, beispielsweise mit öffentlichen Jugendtreffpunkten.

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