Königsborn braucht nicht noch mehr Häuser, alte Bäume schon

dzSPD zur Planung Hermannstraße

Der Protest gegen die geplante Bebauung an der Hermannstraße in Unna und die nötige Fällung von vier Bäumen hat mehr politische Kräfte nachdenklich gemacht. Die SPD in Königsborn will die Planung aufhalten. Wohnungsbau an dieser Stelle sei entbehrlich.

Königsborn

, 04.09.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mehrere Bürger hatten gegen eine geplante Bebauungsplanänderung für Königsborn protestiert. An der Hermannstraße sollen auf einer Grünfläche neue Häuser gebaut werden. Vier große, alte Kastanien müssten dafür weichen. Die Schaffung von Wohnraum sei höher zu bewerten als der Erhalt der Bäume, hatte die Bauverwaltung argumentiert.

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Doch nun deutet alles darauf hin, dass die Politik sich mehrheitlich der Bürgermeinung anschließt. Die Bündnisgrünen hatten bereits ihre kritische, da baumfreundliche Haltung zu dem Thema kundgetan. Nun meldet sich eine politische Kaft zu Wort, die letztlich noch mehr Gewicht hat und tatsächlich die Planung kippen könnte. „Wir haben große Skepsis, was die Vorlage der Verwaltung angeht“, sagt Sebastian Laaser.

In Königsborn wird genug gebaut

Der SPD-Mann ist der für diesen Bereich Königsborns zuständige Ratsherr und berichtet von einer Diskussion im SPD-Ortsverein Königsborn-Alteheide, der mit ihm einer Meinung sei: In den vergangenen Jahrzehnten sei in Königsborn ohnehin schon viel verdichtet worden, und auch aktuelle Planungen seien Beleg dafür, dass Königsborn sein Soll erfüllt, was die Schaffung neuen Wohnraums angeht. Mit dem Großprojekt Potsdamer Straße, neuen UKBS-Wohnungen an der Heinrichstraße und den geplanten Miet-Einfamilienhäusern an der Steinstraße entstünden absehbar insgesamt 200 Wohneinheiten. Er wolle deswegen nun auch in der SPD-Fraktion die Frage aufwerfen, ob für wenig Bauland an der Hermannstraße wirklich der erhaltenswerte Baumbestand geopfert werden soll, so Laaser. Vielmehr solle an anderen Stellen die Hinterlandbebauung forciert werden.

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