Knöllchen: Keine Ausnahme für Pflegedienste, die in Unna verboten parken

dzBehindertenparkplätze

Pflegekräfte im mobilen Einsatz haben Zeitdruck. Wenn sie dann in der Unnaer City keinen Parkplatz finden, steht das Auto mitunter auf einem Behindertenparkplatz. Und das wird teuer.

Unna

, 15.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Suche nach einem Parkplatz kann quälend sein. Das gilt auch für Menschen, die beruflich und nur für kurze Zeit einen Stellplatz suchen – Paket- und Pflegedienste etwa. Behindertenparkplätze sind keine Lösung.

Eine Frau aus Unna ärgert sich über „fehlendes Fingerspitzengefühl“ des Ordnungsamtes. Sie hat gesehen, wie ein Pflegedienst auf einem der fünf Behindertenparkplätze an der Josef-Ströthoff-Straße ein Strafmandat kassierte. „Die stehen doch nur sehr kurz auf solchen Plätzen, zudem war ein anderer Behindertenparkplatz frei“, wünscht sich die Unnaerin mehr Zurückhaltung und ein „Herz für Mitmenschen“.

Doch eben diese Zurückhaltung kann es nicht geben. „Die Straßenverkehrsordnung (StVO) ist da sehr klar und erlaubt keine Ausnahmen“, erläutert Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Er weiß, dass das verbotene Parken auf Behindertenparkplätzen teuer wird. Nach der Novellierung der StVO kostet ein solches Vergehen 55 Euro – da ist zum Beispiel ein Parkschein deutlich günstiger. Solche Verstöße ahndet die Stadt Unna ein- bis zweimal pro Monat.

Nur in einem Fall dürfen auch Autos von Pflegediensten auch auf Behindertenparkplätzen stehen: Wenn eine Person mit entsprechendem Ausweis mit im Auto sitzt.

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