Das Christliche Klinikum Unna macht vorsichtige Schritte in Richtung Normalität. Für Patienten und Besucher gibt es aber weiter Einschränkungen. © Marcel Drawe
Pandemie

Kliniken wagen vorsichtige Schritte in Richtung Regelbetrieb

Seit fast einem Jahr befinden sich die Krankenhäuser wegen Corona im Ausnahmezustand. Das Christliche Klinikum Unna macht da keine Ausnahme. Jetzt sind wieder mehr planbare Operationen möglich.

Das Christliche Klinikum Unna (CKU) ist noch weit von einem Normalzustand entfernt. Jetzt aber wagt es erste Schritte in Richtung Normalität. Sie fallen allerdings sehr vorsichtig aus. Patienten haben nach wie vor viel zu beachten.

In einer aktuellen Patienteninformation weist das CKU darauf hin, dass nun planbare Operationen und Behandlungen wieder möglich sind. Lebensnotwendige Operationen waren ohnehin jederzeit möglich.

Aber auch jetzt gilt natürlich, dass der Schutz vor Infektionsrisiken an erster Stelle steht. Das CKU hat seine gesamten Strukturen an die Corona-Situation angepasst. Das bemerken auch Patienten, weil möglicherweise andere Räume für Behandlungen genutzt und Zimmer anders belegt werden. Und natürlich sind auch die Hygieneregeln unbedingt einzuhalten.

Covid-Patienten werden in abgetrennten Bereichen behandelt

Das Krankenhaus betont, dass Covid-Patienten getrennt von den übrigen Patienten behandelt werden. Das gelte auch schon für Voruntersuchungen. Verdachtsfälle werden in einem separaten Bereich unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen behandelt.

Müssen Covid-(Verdachts)-Patienten etwa geröntgt werden, werden der Raum und sämtliche Geräte im Anschluss nach hohen Sicherheitsstandards desinfiziert. Auch die Unterbringung von Covid-Patienten erfolgt in einem abgetrennten Bereich. Sie haben also gesonderte Stationen und Zimmer.

Dennoch sorgt die Pandemie weiterhin dafür, dass sich auch Nicht-Covid-Patienten an strikte Regeln halten müssen. So müssen sie etwa auf ihren Zimmern bleiben. Auch Besuch darf nur dort empfangen werden – und zwar maximal eine Person pro Patient und Tag. In Mehrbettzimmern sind Absprachen erforderlich, denn es dürfen sich dort nie zwei Besucher gleichzeitig aufhalten.

Körperkontakt zwischen Patient und Besucher ist verboten

Jeglicher Körperkontakt zwischen Patient und Besucher ist untersagt. Das Tragen von FFP2-Masken ist für Besucher ebenso Pflicht wie das Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern. Grundsätzlich dürfen die Krankenhäuser an den Standorten Mitte und West nur Besucher betreten, bei denen es keinerlei Anzeichen für eine Covid-Infektion gibt. Jeder Besucher muss einen entsprechenden Check durchlaufen.

Besuch können Patienten erst ab dem sechsten Aufenthaltstag empfangen – und auch dann nur während der Besuchszeiten von 11 bis 18 Uhr und nur für maximal 30 Minuten. Patientenbesuche im Covid-19-Bereich sind nur bei sterbenden Patienten möglich.

Das Christliche Klinikum Unna – hier der Standort West – bietet Angehörigen einen „Doorkeeper“-Dienst an. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Patienten sind in ihrer Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkt, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. So ist auch die Cafeteria nur für Personal geöffnet, die Krankenhäuser dürfen Patienten auch zum Rauchen nicht verlassen. Muss ein Patient sein Zimmer etwa für eine Untersuchung doch mal verlassen, so muss er immer einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen. Gleiches gilt, wenn Krankenhaus-Personal das Patientenzimmer betritt.

„Doorkeeper“ überbringen Persönliches und Wäsche

Persönliche Dinge und Wäsche können Angehörige von Patienten zwischen 17 und 19 Uhr bei den sogenannten „Doorkeepern“ abgeben. Diese bringen die Dinge dann zu den gewünschten Patienten. So sollen unnötige Besuche verhindert werden.

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Redaktion Unna
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