Freie Liste Unna verlangt Offenlegung relevanter Daten zum Klima

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Soll Unna den Klimanotstand ausrufen? Diese Frage blieb offen, als sich die Politik in die Sommerpause verabschiedete. Ehe entschieden wird, soll die Stadt Daten offenlegen, fordert die FLU.

Unna

, 17.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Zahlreiche Städte und zuletzt der Kreis Unna haben den Klimanotstand bereits ausgerufen. In der Stadt Unna liegt ein ähnlicher Antrag vor. Die Beratung darüber wurde allerdings vertagt, weil SPD und CDU Beratungsbedarf hatten.

Nachdem die SPD klargestellt hat, dass sie das Ausrufen eines Klimanotstandes befürwortet, zeichnet sich dafür eine politische Mehrheit ab, weil auch Bündnis 90/Grüne dafür stimmen will.

Die Freie Liste Unna (FLU) hält davon wenig. In einem Antrag an den Bürgermeister bezweifelt Fraktionschef Klaus Göldner, dass von einem Notstand die Rede sein kann. Er kritisiert vor allem, dass nur wenig relevante Daten vorliegen, wo in Unna klimaschutzpolitischer Handlungsbedarf besteht.

Auch die FLU sei der Ansicht, „dass natürlich auch in Unna alle vertretbaren und verhältnismäßigen Maßnahmen zum Schutz des Klimas zeitnah getroffen werden müssen.“ Alle Klimaschutzbemühungen seien aber auf die Grundlage einer fundierten Datenbasis zu stellen.

Es fehle dazu an offengelegten Messdaten insbesondere bezüglich der Luftverschmutzung. Göldner fordert daher eine „umfassende Offenlegung“ aller für die weitere Diskussion vorhandenen Daten für die Stadt Unna.

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