Nachhaltigkeit bei Klassenfahrten: Schüler wollen klimaneutraler reisen

dzPestalozzi-Gymnasium-Unna

Schüler und Lehrer am Pestalozzi-Gymnasium-Unna wollen im Einklang mit der Unesco die Umwelt zu schonen. Ihr Ziel: sich für ein nachhaltigeres Klimakonzept bei Schulfahrten einsetzen.

von Sebastian Pähler

Unna

, 26.11.2019, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für mehr Nachhaltigkeit auch an ihrer eigenen Schule setzen sich Schüler und Schülervertretung des Pestalozzi-Gymnasiums-Unna (PGU) ein. In enger Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrern will die Schule mit neuen Projekten verschiedene Wege erkunden, um im Einklang mit den Empfehlungen der Unesco die Umwelt zu schonen, ohne das andere, wichtige Ziele zu kurz kommen.

Zielkonflikt und Lösung in Sachen Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird derzeit am PGU aus unterschiedlichen Richtungen thematisiert. Nicht nur die „Fridays For Future“-Demos, sondern auch die besondere Rolle des Gymnasiums als UNESCO-Projekt-Schule machen sie zu einem besonderen Schwerpunkt.

Unter anderem fand kürzlich eine Schulleiterkonferenz der UNESCO-Schulen zu dem Thema in Berlin statt, an der sich auch die Kommissarische Schulleiterin Heide Vogt beteiligte.

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Dabei wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit mehr ist, als nur CO² zu sparen und dass manche Zielsetzungen sich durchaus ins Gehege kommen können. So ist der Schutz der Umwelt das eine, so Vogt, aber Entwicklungshilfe, kultureller Austausch und Bildung spielen eben auch eine Rolle.

Parallel dazu kam aus der Schülerschaft der Wunsch, Nachhaltigkeit bei der Planung von Schulfahrten stärker zu beachten. Die Schülervertretung nahm sich dem an und ermittelte in einer Umfrage, dass sie sich für ein nachhaltigeres Klimakonzept bei Schulfahrten einsetzen wolle.

Abwägung statt Verbot

Dass es nicht damit getan ist, zum Beispiel Flugreisen einfach zu verbieten, war schnell klar, erläuterte Schülervertreter Paul Sträter. So wären etwa Projekte der Schule in Estland und Tibet kaum oder gar nicht mehr möglich, wenn auf Flüge ganz verzichtet werden müsste. „Wir wissen, das Fliegen nicht gut ist, aber diese Projekte bringen uns auf der anderen Seite so viel,“ erläuterte Sträter.

Als Lösung für dieses Problem will die SV nun ein Nachhaltigkeitskomitee gründen, das ein Auge darauf hat, dass bei Fahrten nicht leichtfertig auf eine Flugreise zurückgegriffen wird, sondern nur dann, wenn der Nutzen dies rechtfertigt. Diese Gruppe soll sich aus Lehrern, Schülern und Eltern zusammensetzen. Bei der Nächsten Schulkonferenz im Frühjahr soll das Konzept dafür beschlussfähig sein.

Auch über einen Ausgleich durch CO²-Zertifikate wird nachgedacht.

Passend dazu plant die Schule am 16. Dezember einen Tree-Day. Dabei soll durch verschiedene Aktionen, etwa durch den Verkauf von Waffeln und Muffins Geld gesammelt werden, mit dem man Bäume pflanzen lassen will.

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