Lars Vogt begeistert mit der Neuen Philharmonie Westfalen in Unna

dzKlavierfestival Ruhr

Sommerhoch! Das Klavierfestival Ruhr gastiert mit Solist und Dirigent Lars Vogt zum ersten Mal in der Stadthalle Unna.

von Rainer Ehmanns

Unna

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Festlich aufgekratzte Stimmung am Dienstagabend, erwartungsfrohe Gesprächskulisse, bevor die Neue Philharmonie Westfalen auf der Bühne Platz nimmt und Klaus Moßmeier, Vorstand der Kulturstiftung der Sparkasse UnnaKamen und der Bürgerstiftung Unna, die Zuhörenden begrüßt.

Er ist froh, dass es Bürgerstiftung und Kulturstiftung gelungen sei, zum ersten Mal ein Konzert im Rahmen des großen Klavierfestivals Ruhr nach Unna zu holen; für das außerordentliche Engagement beider Stiftungen hierzu bedankt sich Moßmeier ausdrücklich, verweist auf das Konzert am 7. September mit Pianist Martin Stadtfeld und der Neuen Philharmonie auf dem Alten Markt und nennt das Orchester unter der Leitung von Pianist und Dirigent Lars Vogt „Garanten für einen stimmungsvollen Abend“.

Hochstimmung schon nach dem ersten Stück

Und die lösen Moßmeiers Versprechen prompt ein: Mozarts Ouvertüre zur seiner Oper „Die Hochzeit des Figaro“ KV 492 braust mit Rasanz, deutlichen dynamischen Akzenten und einem so leichtfüßigen Tempo durch den Saal, dass keine Zeit zum Verweilen bleibt. Hochstimmung schon nach dem ersten Stück!

Im zweiten ist Lars Vogt Dirigent und Solist in einer Person. Mozarts Klavierkonzert in B-Dur Nr. 27 KV 595 ist alles andere als ein „Testament“ oder eine Rückschau auf sein Komponistenleben.

In ihm vereinen sich Mozarts Einfallsreichtum, Eleganz und Wohlklang zur Vollendung. An der hat Lars Vogt erheblichen Anteil! Denn sein nuanciertes Spiel im schlanken Allegro ist zwar bestimmt, doch unaufdringlich. Respektvoll integriert er den Klavierpart in den transparenten Orchesterklang. Selbst die Kadenz wird nicht solistische Selbstdarstellung.

Spannungsvolle Pausen und elegante Rubati lassen atemlos lauschen, ja selbst manche Musiker lächeln selig, während sie diesem Solisten zuhören, der sich ganz in den Dienst der Musik stellt und mit scheinbar müheloser Leichtigkeit im abschließenden Allegro einen beherzten Schwung zeigt.

Letztes Konzert vor der philharmonischen Sommerpause

Mit der „Linzer“ Sinfonie Nr. 36 KV 425 nach der Pause vollendet die Neue Philharmonie Westfalen das dritte Highlight des Abends: ungewöhnlich die Adagio-Einleitung vor dem vor Vitalität sprühenden Allegro, fein schwingender „Gesang“ im Andante, in dem sich wiederum Vogts Respekt vor Mozart zeigt; ein bestimmter Dreier im Menuett mit schlichterem Trio und ein spitzbübisch übermütiges Presto, in dem selbst ein Pianissimo verzückt. Als letztes Konzert vor der philharmonischen Sommerpause wird es den begeistert applaudierenden Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben!

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