Klarstellung: Unnas Gymnasien nicht geschlossen zur Kundgebung

dzFridays for Future

Wenn am 20. September Jugendliche und Erwachsene in Unna am globalen Klimastreik teilnehmen, dann tun das Unnas Gymnasien nicht geschlossen. Das betont EBG-Schulleiter Ulrich Schmitz.

Unna

, 18.09.2019, 12:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie berichtet findet am Freitag, 20. September, zum zweiten Mal eine „Fridays for Future“-Kundgebung auf Unnas Rathausplatz statt. Beginn ist um 12 Uhr, die Organisatoren hoffen auf viele Teilnehmer.

Unter ihnen werden auch Schülerinnen und Schüler der beiden Unnaer Gymnasien sein. Anders als von den Organisatoren behauptet, werden die Schulen aber nicht geschlossen an der Veranstaltung teilnehmen.

Ulrich Schmitz, Schulleiter des Ernst-Barlach-Gymnasiums, verweist auf Absprachen, die seine Schule mit dem Pestalozzi-Gymnasium Unna getroffen hat, um ein einheitliches Vorgehen zu garantieren.

Demonstration als Unterricht

Danach können Schulklassen der Sekundarstufe 1 gemeinsam mit ihren Lehrern am Freitag in der fünften und sechsten Schulstunde zu der Demo gehen. „Wenn der Lehrer sagt, dass das passt, und das wird dann auch vor- und nachbereitet, dann kann die Klasse geschlossen dahin gehen. Das ist dann Unterricht“, erklärt Schmitz.

Fehlstunden auf dem Zeugnis

Das Gros der Schülerinnen und Schüler wird aber ganz normalen Unterricht haben. „Wer trotzdem zu der Demonstration geht, für den sind das dann Fehlstunden. Ich könnte mir vorstellen, dass das in der Sekundarstufe 2, also in der Oberstufe vorkommen kann“, so Schmitz.

Die Kundgebung selbst ist inzwischen genehmigt, stößt aber auf ein geteiltes Echo. Während die Schulen die Aktion grundsätzlich unterstützen, hat die Instagram-Seite von „Fridays for Future Unna“ aktuell 72 Abonnenten, die sich regelmäßig über die Demo informieren.

Zu den dort veröffentlichten Beiträgen gehört nicht nur eine Checkliste für die Demo. Auch die Slogans, mit denen am Freitag Stimmung gemacht werden soll, finden sich bei Instagram.

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Im sozialen Netzwerk Facebook gibt es auch Kritik, die in ihrer Art allerdings nicht neu ist. Die Jugendlichen lebten selbst nicht klimabewusst, würden mit dem Auto bis vor die Schultür gebracht und hätten vor allem das Schulschwänzen im Kopf – das sind klassische Vorwürfe.

Forderung nach konkreten Beschlüssen

Die Teilnehmer an der Kundgebung wollen am Freitag zeigen, dass diese Vorwürfe haltlos sind. Sie sorgen sich um das Klima, um schmelzende Gletscher, steigende Meeresspiegel und eine gleichzeitig immer größere Ausdehnung von Wüsten. Von der Politik – kommunal, deutschland- und europaweit, aber auch global – fordern die Teilnehmer konkrete Beschlüsse zum Klimaschutz.

„Fridays for Future“: Kundgebung auf dem Rathausplatz Unna, Freitag, 21. September, ab 12 Uhr.
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