Kitas kosten die Stadt Unna 900.000 Euro mehr ab 2020, Elternbeiträge sollen nicht steigen

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Kindergärten sollen besser finanziert werden. Damit wird die Kinderbetreuung für die Stadt Unna aber auch teurer. Erste Schätzung: 900.000 Euro zusätzlich pro Jahr. Elternbeiträge sollen bisher nicht steigen.

Unna

, 08.10.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kindergärten werden in Nordrhein-Westfalen auf Grundlage des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) betrieben. Vor allem die aus Sicht vieler Träger unzureichende Finanzierung der Einrichtungen war von Anfang an ein zentraler Kritikpunkt an dem Gesetz. Mit einer Gesetzesreform soll nun nachgebessert werden. Und diese wird die Stadt Unna voraussichtlich eine knappe Million Euro zusätzlich pro Jahr kosten.

900.000 Euro Zusatzkosten in Unna

Landesweit sollen 750 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr in Kinderbetreuung gesteckt werden - in Finanzierungslücken, die seit Jahren kritisiert werden. Diese Lücken würden auch durch die Reform nicht ganz geschlossen, so lautet einer der Kritikpunkte an dem Gesetz. Der Entwurf geht gerade durch die Gremien des Landtags. Das Gesetz sieht eine Finanzierung je zur Hälfte durch das Land und zur Hälfte durch die Kommunen vor.

In Kraft treten soll das Gesetz zum August 2020, wenn das nächste Kindergartenjahr beginnt. Deutlich früher muss das städtische Jugendamt sich damit beschäftigen, wie hoch die Mehrbelastung ausfällt. Die Schätzung für Unna liegt bei 900.000 Euro pro Jahr. „Das ist noch nicht seriös zu berechnen“, betont Jugendamtsleiter Heinz-Dieter Edelkötter. Aber er gehe von dieser Größenordnung aus und rechne nicht damit, dass das Gesetz grundlegend anders den Landtag verlässt, als es hineingekommen ist.

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Beitragserhöhung nicht geplant

Edelkötter geht bisher davon aus, dass diese Zusatzkosten eine Herausforderung für den Kämmerer darstellen werden, nicht aber für Eltern. „Das soll keine Reform sein, die dann auf Kosten der Nutzer geht“, sagt er. „Wir wissen zwar nicht, was in einem Jahr ist“, sagt Edelkötter, voraussichtlich aber werde die Mehrbelastung über den städtischen Haushalt finanziert und nicht über höhere Elternbeiträge.

Eltern müssen monatliche Beiträge für die Kinderbetreuung entrichten, deren Höhe sich nach dem Kindesalter, nach dem gebuchten Stundenumfang und dem Familieneinkommen richtet. Die bisher geltenden Beitragssätze würden in Unna als Obergrenze erachtet, meint Edelkötter.

Bessere Rahmenbedingungen für Kitas

Die Rahmenbedingungen für Kitas würden durch das neue Gesetz verbessert, meint der Jugendamtsleiter. Die zusätzlichen Mittel würden unter anderem in die Qualifizierung von Mitarbeitern gesteckt. Leitungskräfte könnten mehr von der pädagogischen Arbeit entlastet werden, und Kindergärten erhielten die Möglichkeit, flexiblere Öffnungszeiten anzubieten.

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