Kinder in Unna setzen starkes Friedenszeichen und sammeln enorm Spenden

Redakteur
Finn Fischer tun die Familien leid, die durch den Krieg in der Ukraine getrennt werden. Er hat gern mitgemacht bei der Friedenstaubenaktion der Unnaer Grundschulen. © Raulf
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„Putin hör auf.“ Die Botschaft, die auf einer Papiertaube vor dem Rathaus stand, ist so einfach wie deutlich. 2500 Tauben hatten die Kinder der Unnaer Grundschulen gebastelt und an diesem Freitag (11. März) zu einem großen Teil abgegeben. Die Passanten, deren Wohnungen die Tauben jetzt schmücken, spendeten großherzig.

„Eine tolle Aktion“, lobte Unnas stellvertretende Bürgermeisterin Renate Nick. Gebastelte Tauben in den ukrainischen Landesfarben hängen bereits seit ein paar Tagen in der großen Glasfront des Rathauses. Und nach und nach tauchten am Freitag dann immer mehr auch in Bürofenstern auf.

Passanten konnten sich am Aktionsstand Tauben mitnehmen. Dabei spendeten sie. Das Geld übergeben die Unnaer Grundschulen der Csilla-von-Boeselager-Stiftung, die Arme in der Ukraine unterstützt. Und die Summe kann sich sehen lassen: Knapp über 3.000 Euro sind am Freitag in Unna zusammengekommen.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten stolz die Friedenstauben, die sie gebastelt hatten. © Privat

Die Taubenaktion gebe den Kindern auch das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun, erklärte Christa Parschau von der Katharinenschule. Sie mögen noch Grundschüler sein, aber auch in diesem Alter wissen die Mädchen und Jungen, was gerade vor sich geht. So erklärte der fast zehnjährige Finn von der Schillerschule, dass ihm die Familien leidtun, die durch den Krieg getrennt werden. „Ich möchte, dass Putin nicht mehr die Ukraine angreift.“

Kinder und Lehrer sangen auch gemeinsam, darunter das Lied „Wozu sind Kriege da?“ © Privat