36 Kinder erleben bei Projektwoche der Jugendkunstschule Urlaub vor der Haustür

dzSommerferienprogramm

Basteln, Werken, Musizieren und Tanzen: Kinder aus Unna haben in der letzen Sommerferienwoche bei dem Projekt „Wir sind draußen!“ die Angebote der Jugendkunstschule ausprobiert.

Unna

, 06.08.2020, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lacht man denn in Japan? Was essen die Mongolen? Und warum ist für die Aboriginees Kunst und Natur eins? Diesen und anderen Fragen sind 36 Kinder bei der Projektwoche „Wir sind draußen!“ der Jugendkunstschule Unna (JKS) auf den Grund gegangen. Bei dem einwöchigen Projektprogramm haben die Kinder unter dem diesjährigen Motto „Weltreise“ im Kurpark gebastelt, getanzt, gemalt und geschauspielert.

Besonders für Kinder aus Familien, die in diesem Sommer nicht in den Urlaub fahren konnten, sei das Angebot eine schöne Möglichkeit gewesen, Abwechslung zu erleben, sagt Julia Weber-Seysen von der JKS. „Wenn die Kinder nicht tatsächlich an andere Orte reisen können, dann wenigstens in ihren Köpfen“, sagte sie.

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Weber-Seysen sei froh, dass die Projektwoche überhaupt trotz Corona stattfinden konnte - wenn auch mit kleinen Änderungen. So durften etwa weniger Kinder teilnehmen als in den Vorjahren; diese wurden außerdem in vier feste Gruppen aufgeteilt. Getrennt voneinander haben die jeweiligen Gruppen so jeden Tag eine andere kulturelle Sparte von Kunst und Musik über Zirkus und Theater erlebt. Die tägliche Workshopdauer sei coronabedingt zudem von sechs auf vier Stunden reduziert worden, auch das gemeinsame Mittagessen musste zugunsten eines kleinen Pausensnacks entfallen.

Dörte Knauf und Ortrun Schulz-Hartmann (von hinten links) von der Bürgerstiftung Unna kamen gerne zur Projektwoche vorbei. Die Kinder des Sommerferienprogramms dankten für die Unterstützung.

Dörte Knauf und Ortrun Schulz-Hartmann (von hinten links) von der Bürgerstiftung Unna kamen gerne zur Projektwoche vorbei. Die Kinder des Sommerferienprogramms dankten für die Unterstützung. © Vivien Nogaj

Das habe der Stimmung aber keinen Abbruch getan: Mit viel Spaß an der Sache haben die Kinder dennoch Lieder einstudiert, akrobatische Kunststücke erlernt und Fahnen oder Segel für ihre „Weltreise“ gebastelt. Ein Programmpunkt hat der achtjährigen Maja Pelzer dabei besonders gut gefallen: „Der Zirkus!“, sagte sie. Schön sei auch gewesen, viel an der frischen Luft zu sein.

Unterstützung von der Bürgerstiftung Unna

Der Kurpark als „grüne Lunge Unnas“ habe sich dabei wie immer besonders gut als Veranstaltungsort geeignet, befand auch Uli Bär von der JKS. Er freute sich zudem, dass viele Kinder aus dem sozial schwachen Königsborn dabei waren. „Gerade Familien aus dieser Gegend können sich oftmals keinen Urlaub leisten“, sagte er. So habe die JKS im vorhinein auch speziell Werbung an der Grilloschule und an der Schule am Friedrichsborn gemacht.

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Durchgeführt wurde das Projekt auch in diesem Jahr von der JKS und vom Förderverein der JKS. Einen Großteil der Kosten hat die Bürgerstiftung Unna sowie die Kulturförderung des Landes NRW für die „Kulturregion Hellweg“ übernommen. Am Freitag zeigen die Kinder das Erlernte nun bei einer Abschlusspräsentation vor Publikum.

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