Claudia Keuchel bestätigt den Rückzug ihrer Bewerbung für eine Beigeordnetenstelle im Unnaer Rathaus, erklärt dies mit dem Handeln desn politischen Gegners. © Udo Hennes
Politik

Keuchel erklärt ihren Rückzug mit Foulspiel der SPD

Die bündnisgrüne Fraktionssprecherin Claudia Keuchel bestätigt, ihre Bewerbung für eine Beigeordnetenstelle im Unnaer Rathaus zurückgezogen zu haben. Sie begründet dies mit dem Verhalten der SPD.

Was am Rathaus längst die Spatzen von den Dächern pfiffen, hat Claudia Keuchel nun auch offiziell bestätigt. In einer Stellungnahme „in eigener Sache“ gibt die bündnisgrüne Fraktionssprecherin bekannt, dass sie ihre Bewerbung für die Beigeordnetenstelle des Dezernates 2 im Rathaus zurückgezogen habe.

Keuchel erklärt ihren Rückzug mit dem Verhalten politischer Gegner, allen voran der SPD. Die Sozialdemokraten hatten schon vor Ablauf der Bewerbungsfrist in ihrer Parteizeitung über eine Bewerbung Keuchels spekuliert und angekündigt, nicht für sie zu stimmen, wenn der Stadtrat eine Nachfolgerin der ausgeschiedenen Kerstin Heidler bestimmen soll.

„Noch bevor ich überhaupt meine Unterlagen eingereicht hatte, gab es schon öffentlich diffamierende Äußerungen zu meiner Person als Postwurfsendung in Unnaer Briefkästen“, stellt Claudia Keuchel nun in ihrer Stellungnahme heraus. Dies sei „eine neue, sehr diskreditierende Stufe kommunalpolitischen Handelns, das in meinen Augen unfair und undemokratisch ist.“

Als Fazit schreibt die Ratsfrau: „Ich möchte mich nicht weiter der Beschädigung meiner Person aussetzen und mich in weiteren politischen Intrigenspielen aufreiben und verheizen lassen. Daher habe ich mich aus dem Bewerbungsverfahren zurückgezogen.“

Grüne Partei stärkt Keuchel den Rücken

Bereits am Donnerstagvormittag hatte sich Keuchels Partei zu Wort gemeldet. Claudia Keuchel wäre aus Sicht der Bündnisgrünen „sicherlich eine Bereicherung für die Arbeit im Verwaltungsvorstand der Stadt Unna gewesen“. Aber: „Vor dem Hintergrund der diffamierenden Attacken auf ihre Person haben wir vollstes Verständnis, dass sie sich nicht länger diesen beschädigenden und ehrverletzenden Angriffen aussetzen möchte und ihre Bewerbung zurück gezogen hat“, so die Partei.

Die Grünen sehen die Hürden, die Claudia Keuchel in den Weg gestellt worden sind, allerdings nicht nur persönlich motiviert. Sie schreiben: „Nach dem großen Wahlerfolg unserer grünen Partei war es von nur folgerichtig, eine grüne Kandidatin ins Rennen zu schicken. Mit großer Verwunderung stellen wir nun fest, welche politische Schlammschlacht es derzeit um dieses Verfahren gibt. So drängt sich der Verdacht auf, dass grundsätzlich die Mitwirkung der grünen Partei in der Stadtspitze vom politischen Gegner verhindert werden soll!“

Über den Autor
Redaktion Unna
Verwurzelt und gewachsen in der Hellwegbörde. Ab 1976 Kindheit am Hellweg in Rünthe. Seit 2003 Redakteur beim Hellweger Anzeiger. Hat in Unna schon Kasernen bewacht und grüne Lastwagen gelenkt. Aktuell beäugt er das politische Geschehen dort und fährt lieber Fahrrad, natürlich auch auf dem Hellweg.
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Sebastian Smulka
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