Keine Haftgründe: Mutmaßliche Handydiebe nach Nacht in der Zelle in Unna entlassen

dzNach Ladendiebstahl

Nach einer Nacht in der Zelle wurden die mutmaßlichen Smartphone-Diebe aus der Unnaer Innenstadt weiter vernommen. Inzwischen sind sie wieder auf freiem Fuß.

Unna

, 09.10.2019, 14:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem spektakulären Smartphone-Diebstahl inklusive Sofort-Verhaftung in der Unnaer Innenstadt sind die mutmaßlichen Täter wieder auf freiem Fuß. Drei Jugendliche und ein junger Mann waren am Dienstagmittag an der Schäferstraße in Unna festgenommen worden, nachdem drei von ihnen Smartphones aus dem O2-Laden an der Bahnhofstraße gestohlen hatten.

Drei Jugendliche und ein Erwachsener

Die vier Verdächtigen haben die Nacht im Gewahrsam der Unnaer Polizei verbracht. Sie wurden vernommen, und ihre Personalien wurden festgestellt. Das ist inzwischen auch für den vierten Festgenommenen gelungen. Er ist wie seine drei mutmaßlichen Komplizen Rumäne, wie Polizeisprecher Bernd Pentrop unserer Redaktion bestätigte. Auch er ist noch Jugendlicher, und noch jünger als die drei anderen Verdächtigen. Zwei von ihnen sind 16, der älteste 20 Jahre alt. Das Auto mit rumänischem Kennzeichen, das wohl als Fluchtwagen dienen sollte, sei nicht als gestohlen gemeldet, so Pentrop.

Zivilpolizist stoppte Fluchtauto

Den Ladendiebstahl hatte das Quartett nach bisherigen Erkenntnissen so geplant: Drei Mitglieder der Gruppe sollten Handys aus dem Geschäft stehlen, während der vierte Mann im Fluchtauto wartete. Ein Zivilpolizist, der seinen Wagen vor den Luxus-Mercedes setzte, machte diesen Plan aber zunichte. Er stellte mit gezogener Waffe sicher, dass die vier mutmaßlichen Diebe im Auto sitzen blieben, das dann nach und nach von weiteren Polizisten umstellt wurde.

Die Polizei findet keine Haftgründe

Rund 24 Stunden nach ihrer Festnahme hat die Polizei die drei Jugendlichen und den jungen Mann gehen lassen, weil sie sie nicht länger festhalten durfte. Man habe sie nicht einem Haftrichter vorgeführt, sagte Pentrop. „Es gibt keine Haftgründe.“ Bei schweren Verbrechen wie etwa einem Mord kommen Verdächtige in aller Regel unmittelbar in Untersuchungshaft.

Nach weniger schwer wiegenden Taten muss das geprüft werden. Haftgründe können zum Beispiel einschlägige Vorstrafen sein oder der Umstand, dass die Ermittlungsbehörden nicht feststellen können, wo die Verdächtigen ihren Wohnsitz haben.

Adressen stehen fest

„In diesem Fall stehen die Wohnsitze fest“, sagt Pentrop. Sprich: Die Verdächtigen können angeschrieben werden durch Justizbehörden, sollten sie angeklagt und vor Gericht gestellt werden.

Eine mögliche Anklage könnte nach einer Ersteinschätzung der Polizei auf besonders schweren Diebstahl lauten. Die Ermittlungen dauern an.

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