Katharinen-Stiftung sucht nach förderungswürdigen Projekten

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Die Nächstenliebe ist im Christentum eine Säule, aber lange nicht nur dort zu Hause. Die Katharinen-Stiftung in Unna will daher Projekte und Initiativen unterstützen, die außerhalb der Kirchen Gutes tun.

Unna

, 13.06.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hinter der Katharinen-Kirche und dem Katharinen-Hospital in Unna steht eine lange Tradition. Die eng mit ihnen verbundene Katharinenstiftung dagegen ist noch ein junges Gewächs in der hiesigen Stiftungslandschaft: 2014 ist sie gegründet worden mit dem Ziel, christlich-soziale Zwecke in Unna zu fördern. Damit will sie nun in die Breite gehen.

Als die Stiftung ins Leben gerufen wurde, brauchte sie nach Arbeitsfeldern nicht lange zu suchen. In Unna war seinerzeit das Heilig-Geist-Hospiz im Aufbau, für das die Stiftung unter anderem den „Raum der Stille“ und die Möblierung der Terrassen finanziert hat. Doch nun gilt es „nur“ noch den laufenden Betrieb mit zu fördern. Das setzt Ressourcen frei für andere Zwecke.

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Die Stiftung unter Vorsitz von Guido Ponto geht nun mit einer ungewöhnlichen Intention an die Öffentlichkeit: Wenn sie sich jetzt stärker bekannt machen will, geschehe dies nicht mit der Intention, Zustiftungen oder Spenden einzuwerben, sondern etwaige Nutznießer zu erreichen.

Schwerpunkt ist die Caritas – das aktive Tun des Guten

Als Stiftung der katholischen Kirchengemeinde sind einige Aufgaben naheliegend. Formeller Zweck laut Satzung ist die Förderung der drei Säulen des kirchlichen Wirkens: Glaube, Verkündigung und Caritas. Allerdings bilden das seelsorgliche und das christlich-soziale Engagement Schwerpunkte. „Wir wollen uns nicht zu sehr auf das fokussieren, was ohnehin Aufgabe in der Gemeinde ist“, erklärt Kuratoriumsmitglied Karin Riedel.

Nächstes Projekt: Betten für Obdachlose

Die Stiftung ist nicht nur mit der Katharinen-Kirche, dem Hospital und dem Bonifatius-Heim verbunden, sondern unterstützt das Heilig-Geist-Hospiz und auch die koptische Kirchengemeinde in Massen. In der näheren Zukunft dürfte die Übernachtungsstelle für Wohnungslose ein Arbeitsfeld werden. Die Caritas will einen Ersatz für die heutige Einrichtung schaffen und bereitet den Umbau eines früheren Nachtclubs an der Kamener Straße vor.

Doch die Stiftung wolle sich und ihre Arbeit auch darüber hinaus bekannter machen und künftig weitere Projekte in Unna unterstützen.

Ansprechpartner sind zum Beispiel die Mitglieder des Stiftungsvorstandes aus Guido Ponto (Vorsitzender), Regina Müller und Michael Löblein oder des Kuratoriums aus Stefan Haschke (Vorsitzender), Ludger Büngener, Georg Golisch, Georg Hackmann und Karin Riedel. Eine Kontaktmöglichkeit bietet auch die Internetseite der Stiftung auf www.katharinenstiftung-unna.de.

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