Verspätungen sind an sich nichts ungewöhnliches im Bahnverkehr zwischen Dortmund, Unna und Soest. Drei Zugausfälle an diesem Donnerstag aber haben einen ungewöhnlichen Hintergrund. © Sebastian Smulka
RB59

Katastrophale Woche bei der Eurobahn: Die Gründe für Ausfälle und Verspätungen

Fahrgäste der Eurobahn beklagen seit mehreren Wochen verstärkt Probleme. Zu besonders vielen Ausfällen kam es in dieser Woche. Das lief aus Kundensicht mies, räumt das Verkehrsunternehmen ein.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln regelmäßig zur Arbeit oder in die Schule fährt ist Leid gewöhnt. Fahrgäste der RB59 zwischen Dortmund und Soest hatten in dieser Woche aber gleich vielfach mit Problemen zu kämpfen. Im Prinzip seien die Züge schon seit mehreren Wochen sehr unzuverlässig, wie eine Bürgerin aus Hemmerde berichtet.

„Seit nach den Sommerferien“, berichten ihre Kinder, die mit dem Zug zur Schule fahren, von Ausfällen und Verspätungen, so die Unnaerin, die erst in dieser Woche am Bahnhof in Unna auf eine Freundin wartete, die nicht ankam. Sie bemängelt vor allem die „unfassbare Unzuverlässigkeit“ der Bahnen. Und das bringt sie zu der Frage, ob es sich bei den aktuellen Störungen um ein temporäres Problem handelt, dass irgendwann wieder behoben ist.

Diese Frage beantwortet, Keolis-Sprecherin Nicole Pizzuti. Die vergangene Woche beschreibt sie wortwörtlich als „katastrophal“. Gerade jetzt im Winter sei es besonders ärgerlich, wenn morgens der Zug ausfällt.

Dabei seien die Ursachen für die Ausfälle der vergangenen Tage vielfältig. Nicole Pizzuti schaut bis in den Oktober zurück. Zwischen dem 15. und dem 23. Oktober war es eine Baumaßnahme, die für Verspätungen und Ausfälle der Eurobahn sorgte, am 26. Oktober eine Fahrplanänderung.

Kabelschaden und defekte Sicherung

In dieser Woche beeinträchtigten vor allem „infrastrukturelle Probleme“ die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Züge. Kabelschaden und defekte Sicherung führten etwa am Mittwoch zu Verspätungen und Ausfällen. Am Samstag, 20. November, war es eine Weichenstörung. Am Donnerstag erst blieb der Zug eines Mitbewerbers liegen, störte so den Verkehr der RB59 – und auch der Freitag verlief nicht störungsfrei.

Weil es für all diese Fälle nicht die eine konkrete Ursache gibt, spricht Keolis von einer Häufung vor allem infrastrukturell bedingter Probleme. Den Bahngästen bleibt also nur zu hoffen, dass Fahrten mit der RB59 zwischen Dortmund und Soest in den kommenden Tagen wieder reibungsloser verlaufen.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung

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