Die Schutzgemeinschaft Fluglärm will künftig auch mit Klimaschutzgründen gegen den Flughafen Dortmund mobil machen. © Udo Hennes
Schutzgemeinschaft Fluglärm

Kampf gegen den Flughafen ist jetzt offiziell ein Klimabeitrag

Der Kampf gegen den Flughafen bleibt der Vereinszweck der Schutzgemeinschaft Fluglärm. Doch was seine Argumente angeht, gibt es nun eine Neuorientierung: Der Klimawandel gewinnt an Bedeutung.

Es gibt viele Gründe gegen den Flughafen, die die Schutzgemeinschaft Fluglärm vertritt. Einschränkungen der Lebensqualität und sinkende Grundstückswerte der Menschen im Umfeld des Dortmunder Flughafens galten bislang als wichtigste Triebfedern der Bürgerinitiative aus Unna und Dortmund. Jetzt aber wird der Vereinszweck erweitert. Es geht ihr auch um den Klimaschutz.

Die Belastungen der Atmosphäre durch Abgase aus Flugzeugtriebwerken ist in den zurückliegenden Jahren mehr und mehr Gegenstand kritischer Betrachtung geworden. Dass der Flughafen Dortmund in diesem Sinne auch eine Belastung fürs Klima darstellt, soll der Schutzgemeinschaft im Kampf gegen den Flughafen Dortmund neue Argumente bringen, ihr aber auch den Rückhalt weiterer Bevölkerungsgruppen abseits des verlärmten Flughafenumfeldes verschaffen.

So diskutierten es die Mitglieder zumindest bei der Jahreshauptversammlung der Schutzgemeinschaft. Dabei ist der Verein alles andere als schwach: Schon jetzt sind in ihm 1250 Mitglieder organisiert. „Finanziell geht es uns gut. Auch so gut, dass wir weitere Prozesse führen können“, erklärt der Vorsitzende Mario Krüger.

Die herausragende Nachricht rund um die Kassenlage des Vereins ist daher auch eine aktuelle Personalie: Erich Schröder, der über vier Jahrzehnte hinweg die Finanzen der Schutzgemeinschaft geordnet hat, zieht sich nun aus Altersgründen zurück, doch er bekommt eine fachkundige Nachfolgerin. Stefanie Lischka, ausgebildete Bankkauffrau und Betriebswirtin mit Arbeitsschwerpunkten in Finanzwesen und Controlling, wurde von den Mitgliedern zur neuen Kassiererin gewählt. Die 51-Jährige gelte als sehr motiviert, was vielleicht auch an ihrem Wohnsitz in rund 600 Metern Entfernung vom Flughafen liegen mag.

Ansonsten brachte die Versammlung der Schutzgemeinschaft Fluglärm viel Kontinuität und Rückhalt für die bisherige Führungsmannschaft. Mario Krüger wurde als Vorsitzender im Amt bestätigt, ebenso wie seine beiden Stellvertreter Derick Messling und Roland Kleine-Wiskott. Weitere Wechsel gab es nur in den Reihen der Beisitzer.

Für die Zukunft plant die Schutzgemeinschaft wieder mehr Aktionen „in Präsenz“, etwa Gesprächsrunden oder Protestkundgebungen. Auch bei der OVG-Verhandlung zur Nachtflugregel in Münster werde der Verein in der kommenden Woche mit mehreren Beobachtern zugegen sein.

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Redaktion Unna
Verwurzelt und gewachsen in der Hellwegbörde. Ab 1976 Kindheit am Hellweg in Rünthe. Seit 2003 Redakteur beim Hellweger Anzeiger. Hat in Unna schon Kasernen bewacht und grüne Lastwagen gelenkt. Aktuell beäugt er das politische Geschehen dort und fährt lieber Fahrrad, natürlich auch auf dem Hellweg.
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Sebastian Smulka

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