Junge Künstler meistern schwierige Atmosphäre bei der ersten Cellounge

dzCelloherbst am Hellweg

Die Premiere ist geglückt: Mit der Cellounge wagten die Organisatoren der Reihe „Celloherbst am Hellweg“ Neues und wurden belohnt.

Unna

, 23.10.2018, 21:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war wahrlich ein herausforderndes Ambiente, in dem sich das Duo Giussani am Dienstagabend im „Schalander“ präsentierte. Anders als in klassischen Konzertsälen war es unruhig. Gäste, die die Gaststätte verließen und neue, die kamen – dazu die Geräusche von der Theke: Das sind nicht unbedingt die Rahmenbedingungen, die Musiker lieben. Doch Pauline Stephan (Violoncello) und Julian Richter (Gitarre) ließen sich davon nicht beeindrucken und glänzten mit ihrem Spiel. Sie stellten etwas mehr als eine Stunde lang eindrucksvoll unter Beweis, wie gut ihre Instrumente miteinander harmonieren.

Keine leichte Kost

Dabei verlangten sie allerdings auch dem zahlreich erschienenen Publikum Einiges ab: Ihr Programm war abwechslungsreich, für die „ungeübten“ Ohren vieler Gäste aber auch keine leichte Kost. Da tat es gut, dass die beiden Musiker die einzelnen Stücke erklärten und auch Hinweise zu den jeweiligen Komponisten gaben.

Pauline Stephan und Julian Richter passten perfekt in dieses neue Format, mit dem die Organisatoren von „Celloherbst am Hellweg“ junges Publikum begeistern wollten. Sympathisch und unaufgeregt harmonierten beide miteinander. Sie boten Musik aus Estland, Spanien und Brasilien. Das Publikum war besonders dann begeistert, wenn es schwungvoller wurde. Die gewollten Dissonanzen und ungewöhnlichen Harmonien, die es auch gab, zeigten allerdings besonders gut, über welches Spielvermögen das Duo Giussani verfügt. Langanhaltender Applaus am Ende des Konzertes war der verdiente Lohn.

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