Jugendliche als Täter gefasst: Brandstiftung und Backsteinwurf

dzBrandstiftung

Zwei Unnaer im Alter von 13 und 15 Jahren sollen für die Brandstiftung am Förderzentrum Unna am frühen Donnerstagmorgen verantwortlich sein. Und nicht nur das geht auf ihr Konto.

Königsborn

, 17.09.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie bereits heute berichtet, ermittelt die Kriminalpolizei nach dem Brand im Förderzentrum Unna an der Friedrich-Ebert-Straße am Donnerstagmorgen wegen des Verdachts der Brandstiftung. Nun hat die Polizei einen schnellen Fahndungserfolg zu vermelden.

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„Es gibt mehrere Delikte im Innenstadtbereich, die wir mit den beiden in Verbindung bringen.“
Polizeisprecher Christian Stein

Die Kriminalpolizei hat zwei Tatverdächtige ermittelt – einen 13-jährigen und einen 15-jährigen Unnaer. Beide sollen nicht nur am Donnerstag, 17. September, in das Schulgebäude eingebrochen und Feuer gelegt haben, sie sollen auch für gleich mehrere Einbruchs-, Sachbeschädigungs- und Diebstahlsdelikte in den vergangenen Wochen in Unna verantwortlich gewesen sein. „Es gibt mehrere Delikte im Innenstadtbereich, die wir mit den beiden in Verbindung bringen“, sagte Polizeisprecher Christian Stein auf Anfrage unserer Redaktion, „für welche sie tatsächlich verantwortlich sind, werden die nun laufenden Ermittlungen zeigen.“ Eine Verbindung zu den beiden Brandstiftungs-Fällen im Kurpark sei daraus nicht abzuleiten, so Stein. Im Fall der abgebrannten Tennishalle Anfang August hatte die Polizei nach Hinweisen einer Zeugin ein Fahndungsbild veröffentlicht.

Für Backsteinwurf am Ringtunnel verantwortlich

Eindeutig verantwortlich sind die beiden jedoch für den Backsteinwurf vom Ringtunnelausgang am Freitag, 11. September. Dies habe die Befragung der beiden Tatverdächtigen ergeben, so Stein. Gegen die beiden jungen Tatverdächtigen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. „Das gilt auch für den 13-Jährigen, der noch nicht strafmündig ist. Wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, wird der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entscheidet, wie weiter verfahren wird, gegebenenfalls auch in Abstimmung mit dem Jugendamt“, sagte Stein.

Auf beide Jugendlichen kämen aber Konsequenzen zu; zumindest der 15-Jährige kann auch strafrechtlich belangt werden.

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