Meinung

Jürgen Höhbusch: „Pizzabäcker sollte Boykott aller Unnaer erfahren“

Der Appetit auf Pizza ist unserem Leser Jürgen Höhbusch nach der Lektüre des Artikels „Keine Pizza für Unnaer aus Syrien: Schwere Vorwürfe gegen Restaurant“ vergangen. Ein Leserbrief.
Usermeinungen müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Wir behalten uns das Recht auf Kürzungen vor. © Ohlrich

Eigentlich stand heute der Besuch einer Pizzeria auf unserem „Speiseplan“. Doch als ich meine Frühstücklektüre zur Hand nahm und den Artikel „Keine Pizza für Unnaer aus Syrien …“ las, verging mir die Lust auf einen Besuch der Pizzeria.

Rassismus und damit einhergehende Diskriminierung von bestimmten Personengruppen scheint in unserer Gesellschaft immer mehr Platz einzunehmen. Eine Toleranzgrenze darf es dafür nicht geben.

Erst kürzlich habe ich von einem Vorkommnis der Diskriminierung im Zusammenhang mit einer Mai-Feier im Komplex des Schalander erfahren: Eintritt für alle mit vorher erworbener Eintrittskarte – ohne Personenkontrolle durch den Einlass-Service.

Nur zwei junge Männer mussten ihre Ausweise vorzeigen und abgeben – offensichtlich weil sie keine weiße Hautfarbe hatten! Diese Zeiten müssten wir doch längst überwunden haben, zumal in Kindergärten und Schulen das offene Miteinander aller schon lange praktiziert wird.

Zurück zu unserem Pizzabäcker. Aus rechtlichen Gründen durfte vermutlich der Name der Pizzeria in dem Artikel nicht genannt werden. Schade! Dies hat den Nachteil, dass nicht betroffene Gastronomiebetriebe zu Unrecht mit diesem Rassismus-Vorwurf in Verbindung gebracht werden.

Gerne würde ich die Namen der nicht betroffenen Betriebe lesen, die ich mit Freude auf meine Speisekarte nehme. Der betroffene Pizzabäcker sollte jedoch den Boykott aller Unnaer Genussmenschen erfahren.

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