Jimmy Reiter beendet die Corona-Zwangspause in Unna: „Fühlt sich gut an“

dzKultur

Ein lauer Sommerabend, ein kühles Getränk und gute Blues-Musik: Das Konzert von Jimmy Reiter auf dem Platz der Kulturen war genau das, was in den vergangenen Monaten fehlte - Künstlern und Publikum.

Unna

, 24.07.2020, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Selten passte der Titel eines Albums mehr zu einem Konzert einer Band als der von Jimmy Reiters aktueller Platte zu seinem Konzert auf dem Platz der Kulturen am Donnerstag. „What you need“, zu deutsch „Was ihr braucht“, heißt das aktuelle Album der Jimmy Reiter Band und gebraucht haben Künstler und Publikum in den vergangenen Monaten genau das: Ein launiges Konzert mit guter Musik bei schönstem Sommerwetter.

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„Es ist heute tatsächlich das erste Mal seit März, dass wir wieder auf einer Bühne stehen“, verriet Christoph „Jimmy“ Reiter gleich zu Beginn, „das ist echt unfassbar toll, dass wir hier heute auftreten können.“ Mit Beginn der Corona-Pandemie im März wurde ein Konzert nach dem anderen abgesagt - und lange stand auch nicht fest, ob die Band wie geplant in Unna würde auftreten können. Dank des ausgeklügelten Corona-Konzepts der Lindenbrauerei konnten sie dies tun - und die Freude darüber war ihnen hörbar anzumerken.

„Als wir eben im Tourbus auf der Autobahn im Stau standen, war sogar das irgendwie schön.“
Musiker Jimmy Reiter

Jasper Mortier am Bass, Schlagzeuger Björn Puls und Nico Dreier am Keyboard bilden zusammen mit Jimmy Reiter als Sänger und Gitarrist die Jimmy Reiter Band - und nach dem ersten Stück stellte Reiter glücklich fest: „Das ist ja fast schon wie früher; es geht noch!“ Immer wieder nutzte Reiter die Übergänge zwischen den Stücken für kleine Einblicke in das Musikerleben zu Corona-Zeiten. Aus Osnabrück, Hannover, Hamburg und den Niederlanden kommen die vier Musiker und allein die Anreise nach Unna habe schon für Freude gesorgt, berichtete Reiter: „Als wir eben im Tourbus auf der Autobahn im Stau standen, war sogar das irgendwie schön.“

Vier Wochen Pause bis zum nächsten Konzert

Minutenlange Gitarrensoli und ein Boogie zum krönenden Schluss kamen beim Unnaer Publikum gut an - vehement wurde eine Zugabe gefordert. Die gab es natürlich, denn, wie Jimmy Reiter feststellte: „Es ist nicht besonders schwierig, uns nochmal für ein Stück wieder auf die Bühne zu holen. Da weiß man, was einem die letzten Monate gefehlt hat.“ Dass das Musikerleben noch weit entfernt von einem „normalen“ Alltag ist, zeigt der Blick in den Tourkalender der Jimmy Reiter Band: Vier Wochen Pause liegen zwischen dem Auftritt in Unna und dem nächsten Konzert. „Bis vor zwei Wochen war unser Kalender völlig leer, dann kam die Info aus Unna, dass wir hier spielen können. Das tat einfach richtig gut, wieder auf der Bühne zu stehen“, sagte Jimmy Reiter nach dem Konzert. Livemusik wird eben gebraucht.

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