Vadim Neselovskyi: Zauberer zwischen den Welten

Weltklasse-Jazz

Musik und Kunst erfuhren am vergangenen Samstag im Ernst-Oldenburg-Haus eine spannende Interpretation durch den Jazzpianisten und Komponisten Vadim Neselovskyi.

von Rainer Ehmanns

Unna

, 04.08.2019, 10:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vadim Neselovskyi: Zauberer zwischen den Welten

Das intime Konzert von Vadmin Neselovskyi im Ernst-Oldenburg-Haus verzückte das Publikum. © Marcel Drawe

Jürgen Mollik, Vorsitzender der Ernst-Oldenburg-Gesellschaft, freut sich über den voll besetzten Raum und die Möglichkeit, Ernst Oldenburg wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken.

Konzertreihe „Kunst- und Muskikwelten in der Hellwegregion“

Die sommerliche Konzertreihe „Kunst- und Musikwelten in der Hellwegregion“, unterstützt vom Kulturkreis Unnaer Wirtschaft, dem Kulturverein der Sparkasse UnnaKamen und dem Land NRW, will die „Kulturregion Hellweg“ mit Konzerten an Kunstorten attraktiver machen.

Neselovskyi findet diesen Ort in „inspirierend“ und begegnet ihm und den gut 40 Zuhörern und Zuhörerinnen mit selbst Komponiertem und Jazz-Standards.

Premiere von Eigenkompositionen mit Bezug zu Odessa

Stücke aus der Eigenkomposition „Rundreise“ mit Bezug auf seine Geburtsstadt Odessa haben an diesem Abend Premiere. Unschwer ist der „russische“ Charakter der Themen zu erkennen, die die teils explosiven Intros mit überraschend harmonischer Lyrik auffangen.

Das Hören wird für die Besucher zum intimen Erleben, Nähe und Ausdruck sind authentisch. Neselovskyis beredte Sprache extremer Klangkontraste, Atem raubend schneller Passagen und rhythmisch-agogischer Motorik setzt harmonische Gesetze außer Kraft.

Feine lyrische Linien versinken in Klangfluten

Er webt lyrisch feine Linien, kontert sie mit fragmentarisch anmutenden Improvisationsfiguren des Modern Jazz oder lässt sie in wahren Klangfluten versinken.

Danach lädt die wunderschön melancholische Ballade „Blame on my Youth“ zum Träumen und Erinnern ein.

Dass Johann Sebastian Bach im 17. Jahrhundert „ganz moderne Musik“ komponiert hat, demonstriert Neselovskyi mit der frischen dreistimmigen Invention g-moll.

Ungeheure Bandbreite einer virtuosen Spieltechnik

Seine Kompositionen „Spring Song“ und „Last Snow“ zeigen nicht nur die ungeheure Bandbreite seiner virtuosen Spieltechnik, sondern auch die extremen Gefühlskontraste, die er zuletzt im Jazz-Standard „All the things you are“ in Musik fasst.

Der kräftige Applaus wünscht eine Zugabe. Mit einer faszinierenden Improvisation über aus dem Publikum kommende Zahlen, gleich Töne, die zum Motiv werden, verzaubert Neselovskyi vollends!

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