Bildergalerie

Die Unnaer Bilder des Jahres 2019

2019 - ein Jahr im Rückblick mit ausgewählten Bildern unserer Fotografen.
31.12.2019
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Höllenhund 1: Die Stadtkirche ist die Baustelle des Jahres, prägt Unna schließlich mit dem derzeit höchsten Baugerüst. Zuvor hatte es zwei Kraneinsätze gegeben, bei denen Bauteile der Turmbalustrade abgenommen wurden. Dieses stammt vom ersten, als dessen Höhepunkt die Mitarbeiter der Firma Nüthen hier stolz den ersten demontierten Höllenhund präsentieren. © Sebastian Smulka
Höllenhund 2: Über zwei Wochen irrte Jack-Russell-Terrier Jacky durch Unna und Umgebung. Er sprintete über Autobahnen und entlang des Stadtrings, überstand Hunger, Witterung und zunächst auch ein paar wenig sachgerechte Fangversuche. Am Ende fand er seinen Weg zurück zu Herrchen Lothar Silwester, als er sich im Garten eines Ehepaares einfand, das durch eine beispielhafte Suchaktion über das Schicksal des Hundes informiert war.© Udo Hennes
Auch den Fischen im Bornekamp-Teich droht Ungemach. Weil er bei warmen Temperaturen und Niedrigwasser umzukippen droht, gibt es im Juli eine weitere Rettungsaktion für die Fischbestände: Sie werden mit einer Elektrobefischung herausgefangen und umquartiert. 2020 soll der Neubau kommen.© Gemünd
Ausgerechnet im Hitzesommer 2019 führen auch Unnas "Brunnen" in der Innenstadt kein Wasser. Die Reparaturen ziehen sich hin und sind erst im Herbst abgeschlossen - pünktlich zum Sommerende.© Udo Hennes
Auch der Zustand der Schulen in Unna gibt immer wieder zu denken. Beispielhaft präsentiert die Schulpflegschaft hier einen improvisierten Sonnenschutz im Schulzentrum Nord, dessen Räume sich im direkten Sonnenlicht enorm aufheizen. © Raulf
Anhaltende Trockenheit und die Unachtsamkeit - oder Bosheit - mancher Zeitgenossen lösen auch in diesem Sommer etliche Feldbrände aus. Feuerwehr und Landwirte kämpfen um die Ernte - nicht immer erfolgreich. Bei diesem Einsatz in Massen wird im Juli auf 60.000 Quadratmetern das Getreide vernichtet.© Neumann
Eine weitere Folge des trockenen Sommers: Eine Kastanie an der Friedrich-Ebert-Straße verliert spontan einen großen Ast, verletzt wird zum Glück niemand. Dieser Trockenbruch, wie sich die Stressreaktion der Bäume auf die anhaltende Dürre nennt, kommt in diesem Sommer gleich mehrfach vor.© Raulf
Ein letzter Blick auf einen außergewöhnlichen Baum: Über Generationen hinweg hat die Blutbuche am historischen Postgebäude den Norden der Innenstadt geprägt und verschönert. Ende November wurde sie gefällt - unheilbar geschädigt durch die Buchenkomplexkrankheit, also vermutlich auch durch den Klimawandel. © Udo Hennes
Ein Landschaftsschutzgebiet Unnas rückt aus einem anderen Grund in den Blickpunkt. Seit vielen Jahren zieht der Bombentrichter im Bornekamp Mountainbiker aus dem weiteren Umfeld an, die sich das Waldstück nach und nach in einen Parcours für ihren Sport umgebaut haben. 2019 ist damit plötzlich Schluss: Verstöße gegen die Regeln im Landschaftsschutzgebiet bestraft die Stadt mit einem Abbruch der Rampen und Schanzen. © UDO HENNES
Nur von kurzer Dauer: Unna hat endlich einen ICE-Halt und damit eine Direktverbindung nach München, aber eben nur übergangsweise. Wegen Bauarbeiten am Hauptbahnhof in Dortmund hält der Schnellzug im Spätsommer einige Wochen lang in der Nachbarstadt. Danach muss die Kreisstadt wieder auf einen Anschluss an den Fernverkehr warten, der vielleicht 2020 mit einem Intercity von Frankfurt bis zur Nordsee kommt. Immerhin hat Unna jetzt einen Halt des Fernbusanbieters Flixbus. © Udo Hennes
Trauriges Ende einer einst beliebten Kunstveranstaltung: Dass die Stadtlichter auf dem Westfriedhof 2019 zum letzten Mal erstrahlen würden, hatte ihr Macher Wolfgang Flammersfeld schon beim Aufbau der Installationen angekündigt. Dann aber geht alles noch viel schneller: Nach nur drei Abenden bricht Flammersfeld die Aktion ab, weil Diebe große Teile der Anlagen gestohlen hatten. Versöhnliches gibt es für Flammersfeld und seinen Geschäftspartner Reinhard Hartleif zum Jahresende, als die beiden den Deutschen Designpreis gewinnen. © Udo Hennes
Im Lichtkunstzentrum gibt es dagegen 2019 eine Neuauflage des Internationalen Lichtkunstpreises. Drei Finalisten bauen ihre Arbeiten in Unna auf. Am überzeugendsten für die Fachjury ist die Anlage von Jacqueline Hen, die hier inmitten ihrer Installation „Light High“ steht.© Udo Hennes
Auch eine Art Lichtkunstveranstaltung: Unna feiert in diesem Jahr wieder die Festa Italiana. © Udo Hennes
Auf den Neubau der Fußgängerzone mit ihrer geplanten Lichtleiste dagegen muss Unna weiter warten. Bei der Vergabe von Mitteln aus der Städtebauförderung geht Unna mit diesem Antrag leer aus. Nun hofft die Stadt auf eine Berücksichtigung in der nächsten Runde 2020.© Stadt Unna
Ende Juli beginnt der Abriss der Anne-Frank-Realschule. An ihrer Stelle soll ein Bildungscampus mit Förderzentrum und Weiterbildungskolleg entstehen.© Udo Hennes
Die Proteste gegen eine Aufgabe der Eissporthalle erreichen ihr Ziel: In einem Bürgerentscheid hebt Unnas Bevölkerung einen Ratsbeschluss auf. Die Sportstätte soll nun saniert und weiterbetrieben werden. Wann in Unna wieder auf dem Eis getanzt oder der Puck gespielt werden kann, ist derzeit reichlich unklar. © Udo Hennes
Der Garten Mille Fiori ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie bürgerschaftliches Engagement die eher unschönen Ecken der Stadt aufhübschen kann. Damit die Grünanlage zwischen Massener und Schulstraße nicht verunziert wird, hat das Künstlerpaar Nowodworski auch eine Form der sozialen Kontrolle eingebaut, die ein genaueres Hinschauen verlangt. © Dirk Becker
Immer wieder Unsinn: Mehrfach müssen Polizei und Feuerwehr zu Großeinsätzen ausrücken, weil Briefe mit einem verdächtigen Pulver darin auftauchen. Zum Jahresende ist auch das Pressehaus unserer Zeitung Ziel einer solchen Zuschrift. Am Ende entpuppen sich Giftatrappen immer als harmlose Substanz - etwa als Wasch- oder Backpulver. © Raulf
Der Verkehrsversuch an der Viktoriastraße war im Vorfeld umstritten, während der Umsetzung und darüber hinaus. Doch allen Kritikern zum Trotz sieht die Stadt einen Erfolg darin. Weil die Verlegung des Fußgängerübergangs in Kombination mit einer Ampel die Rückstaus vorm Kreishauskreisel verringere, soll die Regelung auf Dauer beibehalten werden. © Marcel Drawe
Gut fünf Jahre nach Beginn einer Diskussion über belastete Straßennamen schafft es Unna endlich, an Wagenfeld,- Lersch- und Sedanstraße wenigstens Erläuterungsschilder anzubringen. Die Tafeln wirken wuchtiger als die eigentlichen Straßenschilder. © Archiv
Kann sie Kolter? Lange Zeit war in der SPD niemand in Sicht, der in die großen Fußstapfen von Bürgermeister Werner Kolter hätte steigen wollen. Weil es aber für die Wahl 2020 doch sein muss, haben die Sozialdemokraten nun eine mögliche Nachfolgerin benannt: Katja Schuon soll für das Bürgermeisteramt und damit für die Kolter-Nachfolge kandidieren.© Neumann
Wo Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz (M.) auftritt, ist das Bundeskriminalamt schon längst vor Ort. Auch für das Pressehaus unserer Zeitung gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen, als der Politiker im Mai von Verleger Hans-Christian Haarmann (r.) und Lambert Lensing-Wolff (Ruhr-Nachrichten, l.) begrüßt wird. © Hennes
Thomas Wiese und das Aluwerk sorgen nach der überraschenden Trennung Ende 2018 immer wieder für Schlagzeilen. Die Supersportwagen, die der frühere Mehrheitsaktionär über das Werk finanziert hat, werden schließlich durch einen Hausbesuch der Staatsanwaltschaft auf Wieses Anwesen ausfindig gemacht. Die juristische Auseinandersetzung zwischen Unternehmen und Ex-Manager gehen weiter. © Archiv
Der Wiese-Konzern ist unter Druck. Neben dem Streit mit dem Aluwerk wollen sich Thomas Wiese und seine Angehörigen offenbar auch vom Reitsportzentrum in der Massener Heide trennen. Im Sommer taucht es plötzlich in den Immobilienanzeigen auf. Aber so leicht lässt sich für ein Objekt dieser Größe kein Käufer finden - zumal der Betrieb zuletzt rote Zahlen auswies. © Udo Hennes
Die Supermärkte werden immer größer. Ob Aldi in Königsborn, Lidl an der Iserlohner Straße oder Norma am Kastanienhof: In verschiedenen Teilen der Stadt gibt es Vorhaben für Aus-oder Neubauten vorhandener Märkte. In Massen laufen viele Menschen Sturm gegen ein Gedankenspiel, an der Massener Bahnhofstraße ein gänzlich Neues Doppel aus Edeka und Aldi zu platzieren. © Archiv
Pläne für ein Einkaufszentrum in der Mühle Bremme sind 2019 ein regelmäßiger Streitgegenstand: Vom Verkehrsversuch am Kreishauskreisel bis zum Umbaukonzept am Königsborner Tor liefert das Projekt immer wieder Vorschläge, die in Unna auch auf Vorbehalte stoßen. Für Ernüchterung sorgen Informationen zum Handelsbesatz: Zweiter Ankermieter neben Edeka wird kein Elektromarkt, sondern die Fitnesskette Fitx; zudem will mit Rossmann ein Unternehmen einziehen, das es auch jetzt schon in Unna gibt.© Architekturbüro Deterding
Für Ceresit ist nach 112 Jahren Schluss. Der Baustoffhersteller an der Hansastraße fährt im Jahresverlauf seine Produktion herunter und beginnt mit der Verwertung der Anlagen. © Raulf