Mittel für Integration: „Das löst die strukturellen Probleme nicht“

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Unna erhält fast 800.000 Euro für die Integration von Zugewanderten. Das Problem der strukturellen Unterfinanzierung werde damit aber nicht beseitigt, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Unna

, 22.10.2019, 12:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Integration zugewanderter Menschen ist wichtig für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Das ist immer wieder zu hören – auch in politischen Sitzungen in Unna. Allein: Die Finanzierung der Unterbringung von Geflüchteten stellt die Kommunen vor riesige Herausforderungen.

Die Landtagsabgeordnete Susanne Schneider (FDP) hat nun bekannt gegeben, dass Unna aus der Integrationspauschale 777.355 Euro bekommt. Das Land Nordrhein-Westfalen gebe die Mittel für die Integrationsarbeit dabei in voller Höhe weiter.

Unterbringungskosten sind Thema

Ist das der ersehnte Befreiungsschlag für Unna? „Nein“, sagt der im Rathaus zuständige Bereichsleiter Till Knoche. „Die Integrationspauschale hilft uns, unsere Ausgaben zu senken. Sie löst aber die strukturellen Probleme bei der Finanzierung nicht.“ Was Knoche meint: Zahlreiche Kommunen erwarten wie Unna, dass Bund und Land die Unterbringungskosten für Asylbewerber in voller Höhe tragen.

Immerhin dürfen die Mittel aus der Integrationspauschale jetzt zum Teil auch für Unterbringungskosten verwendet werden. „Das ist eine gute Nachricht“, sagt Knoche. Lieber sähe er es allerdings, stünden die Mittel in voller Höhe für die wirkliche Integrationsarbeit zur Verfügung.

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