Foto-Story auf Instagram statt Bastelrunde: Die Kinderbibelwoche wird durch Corona digital

dzMit Video: Kinderbibelwoche

100 Kinder, die gemeinsam basteln und singen: So sieht die Kinderbibelwoche der Evangelischen Gemeinde Königsborn normalerweise aus. Durch Corona verlagert sich das Projekt ins Internet.

Königsborn

, 16.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war alles längst vorbereitet: „Auf der Suche nach Heimat“ lautete das Thema der Kinderbibelwoche, die in der zweiten Osterferienwoche im Kinder- und Jugendtreff Taubenschlag“ in Königsborn über die Bühne gehen sollte. Wochenlang hatten die beide Jugendreferentinnen Sophia Weber und Carolin Krutzki das Thema vorbereitet, Spiel, Bastelideen und Lieder rund um die Bibelgeschichte von Ruth, die ihre Heimat verlässt, vorbereitet. 50 Kinder waren schon angemeldet. Und dann kam Corona.

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„Drei Wochen vorher kommt normalerweise der große Schwung der Anmeldungen.“
Sophia Weber, Jugendreferentin im „Taubenschlag“ Königsborn

„Drei Wochen vorher kommt normalerweise der große Schwung der Anmeldungen“, sagt Sophia Weber, „doch da galt schon die Kontaktsperre und es war klar, dass die KiBiWo ausfallen wird.“ Die „KiBiWo“, wie sie von den Mitarbeitern liebevoll genannt wird, zieht sonst an die 100 Kinder an. Eine Woche lange beschäftigen sie sich mit einer Bibelgeschichte, spielen, singen, basteln und essen gemeinsam - alles Aktivitäten, die die Kontaktsperre nicht erlaubt.

Wie alle Freizeiteinrichtungen ist auch der „Taubenschlag“ an der Kamener Straße seit Wochen geschlossen. Doch nach gut anderthalb Wochen „Corona-Pause“ hielten es die beiden Jugendreferentinnen und ihre 15 jugendlichen Ehrenamtler nicht mehr aus. „Wir wollten unbedingt etwas auf die Beine stellen, allein schon für die 50 Kinder, die schon für die KiBiWo angemeldet waren“, sagt Sophia Weber.

Sophia Weber, Jugendreferentin im „Taubenschlag“, erklärt im Video auf Facebook, wie die Kinderbibelwoche digital ablaufen wird.

Sophia Weber, Jugendreferentin im „Taubenschlag“, erklärt im Video auf Facebook, wie die Kinderbibelwoche digital ablaufen wird. © Screenshot: Gemünd

Ein Brief mit einer Spielidee für alle KiBiWo-Kinder - so lautete die erste Idee. Doch dann dachten sie weiter: „Wir haben uns gefragt, warum wir nicht mal etwas Neues ausprobieren und schauen, was wir über die Sozialen Medien hinkriegen können.“ Die Ehrenamtler waren sofort dabei - und es offenbarte sich so manches bisher verborgene Talent: „Wir haben eine Ehrenamtlerin dabei, die grafische Zeichnungen macht“, berichtet Sophia Weber, „ein anderer erzählt eine Foto-Story mit Legofiguren. Jeder hatte eine andere Idee, das war ganz toll.“

Und so lag es für die beiden Jugendreferentinnen auch nahe, die täglichen Videos, die noch bis zum Samstag auf den jeweiligen Seiten des „Taubenschlags“ auf Facebook, YouTube und Instagram gepostet werden, jeweils einem Teamer zuzuweisen. „Dadurch kommt jeden Tag etwas anderes und es bleibt spannend.“ Spannend ist auch das neue Thema der Woche: Jeden Tag lernen die Kinder etwas über ihre Rechte. „Es war schnell klar, dass das ursprüngliche Thema in dieser Form nicht funktioniert. Kinderrechte sind ein sehr dankbares Thema und eines, das noch viel wichtiger werden sollte“, sagt Sophia Weber.

Bis einschließlich Samstag, 18. April, posten die Mitarbeiterinnen des „Taubenschlags“ täglich ein Video auf Facebook, YouTube und Instagram.
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