Inklusion verstehen als Generationenaufgabe

15.06.2019, 21:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unna. Zahlreiche Gäste aus unterschiedlichen Bereichen folgten der Einladung der SPD zu ihrer Diskussionsveranstaltung „Inklusion Mensch – Gestalten inklusiven Lernens und Förderns an Unnaer Schulen“. Als Experten standen Kerstin Heidler, Beigeordnete der Kreisstadt Unna, Jochen Ott, Schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW und Hans-Ulrich Bangert, Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft im Kreis Unna, Rede und Antwort.

Diskutiert wurden verschiedene Aspekte, die sich aus dem neuen Runderlass der schwarz-gelben Landesregierung ergeben. Kritisch wurde gesehen, dass Gymnasien als Schule des Gemeinsamen Lernens nahezu ausgeschlossen werden. Dies widerspreche dem Grundgedanken des inklusiven Lernens an weiterführenden Schulen.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass Inklusion nur gelingen kann, wenn an den Schulen ausreichend Fachkräfte arbeiten.

In Anbetracht des Personalmangels forderte Jochen Ott von der Landesregierung: „Die finanziellen Mittel, die durch unbesetzte Stellen frei werden, dürfen nicht zurück in den Haushalt fließen, sondern müssen direkt den Schulen zugutekommen.“

Hier seien kreative Lösungen zu finden. „Mindestens eine Schule jeder Schulform ist bzw. wird aktuell barrierefrei ausgebaut. Selbstverständlich werden auch die neu geplante Grundschule am Hertinger Tor sowie die neue Hellweg-Realschule neusten pädagogischen und inklusiven Anforderungen entsprechen“, so die Beigeordnete Kerstin Heidler.

Ein optimaler Umbau aller Schulen sei allerdings ein finanzieller Kraftakt, den die Kommunen nicht alleine tragen können. Das Land NRW müsse die Kommunen hierbei finanziell unterstützen, so die Experten.

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