Lebensmittel

Kirche und Landwirtin planen solidarische Landwirtschaft in Unna gemeinsam

Lebensmittel aus der Region, ohne Umweltschaden und als Gemeinschaftsprojekt: Eine Unnaer Landwirtin plant solidarische Landwirtschaft. Und sie hat einen starken Partner: die Kirche.
Landwirtschaft und Kirche tun sich zusammen: Landwirtin Katrin Westermann und Pastoralreferent Janfelix Müller informieren gemeinsam über das Projekt solidarische Landwirtschaft.
Landwirtschaft und Kirche tun sich zusammen: Landwirtin Katrin Westermann und Pastoralreferent Janfelix Müller informieren gemeinsam über das Projekt solidarische Landwirtschaft. © Sebastian Pähler

Die Landwirtin Katrin Westermann treibt ihre Planungen für das Projekt solidarische Landwirtschaft weiter voran. Die Katholische Kirche in Unna unterstützt die Initiative. Jetzt gibt es einen gemeinsamen Infoabend.

Antworten auf globale Lebensmittelprobleme

„In Zeiten von Lieferengpässen, Unterbrechungen von Lieferketten und Hamsterkäufen ist die Frage mehr in den Vordergrund gerückt, woher wir unsere Produkte beziehen und wie abhängig wir von globalen, wirtschaftlichen Verbindungen sind“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung Katrin Westermanns und der Gemeinde St. Katharina.

Und weiter: „Die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine fördern auch im Bereich der Lebensmittelversorgung die globalen Probleme zu tage. Regional vor Ort erzeugte Produkte werden wieder wichtig.“

Gemüse aus der Region, gemeinschaftliche produziert: Katrin Westermann und Janfelix Müller wollen die Landwirtschaft und die Menschen näher zusammenbringen.
Gemüse aus der Region, gemeinschaftliche produziert: Katrin Westermann und Janfelix Müller wollen die Landwirtschaft und die Menschen näher zusammenbringen. © Sebastian Pähler

Westermann, die einen Hof in Mühlhausen hat, will wie berichtet eine neue Betriebsform für die Erzeugung von Lebensmitteln in Unna etablieren. Das Prinzip: Ein landwirtschaftlicher Betrieb tut sich mit Privathaushalten zusammen. Diese zahlen monatlich einen bestimmten Beitrag, sodass der Landwirt mit dem Geld wirtschaften kann: ein Feld bestellen, Gemüse anbauen und ernten.

Die teilnehmenden Familien erhalten die Produkte. Die Grundidee: die landwirtschaftliche Produktion und den Verbraucher so nah wie möglich zusammen zu bringen.

Das Projekt sei eine Möglichkeit, globalen Problemen der Lebensmittelerzeugung und -verteilung im Kleinen eine Antwort zu geben, so die Initiatorin und die Gemeinde. „Es ist als Gemeinschaftsprojekt angelegt, in dem Menschen sich gemeinsam für regionalen und ökologischen Gemüseanbau engagieren.“ Solidarisch daran sei, dass sich jeder mit seinen Talenten einbringen kann, wie es ihm möglich ist. Jeder könne einen anderen Beitrag leisten.

Infoabend im Katharinentreff Unna

Alle, die sich diesem Thema nähern und mehr erfahren möchten, laden die Initiatoren zu einem Infoabend am Dienstag, 31. Mai, um 19.30 Uhr in den Katharinentreff ein. Es ist das Gebäude vor der Katharinenkirche, an der Bahnhofstraße neben der Ring-Apotheke.

Dieses Projekt sei bereits ein erster Akzent im Hinblick auf das zukünftige öko-faire Begegnungszentrum, so die Kirchengemeinde. Wie berichtet soll der Katharinentreff umstrukturiert werden. Weitere Informationen gibt es bei

Info

  • Es gibt in der Region bereits Projekte nach dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft. Eines ist in Selm-Bork.
  • Die Unnaer Initiative bietet eine Exkursion dorthin an: Am Freitag, 10. Juni, um 17 Uhr. Anmeldung bei Katrin Westermann oder Janfelix Müller.

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