In Unna treffen Kulturen freundschaftlich aufeinander, die sich sonst nur selten begegnen

dzInterkulturelle Wochen

Zum Abschluss der interkulturellen Wochen feiern Menschen verschiedener Nationen gemeinsam ihr neues Zuhause in Unna. Es wird gekocht, getanzt und auch kritisch diskutiert.

von Tom Schneider

Unna

, 29.09.2019, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Gruppe junger Mädchen tanzt zu türkischer Musik im Kreis. Sie sind von Kopf bis Fuß bunt gekleidet. In der Luft liegt der Duft orientalischer Speisen. Man könnte meinen, diese Szenen sich würden auf einem türkischen Basar abspielen. Doch am vergangenen Samstag konnte man dies hautnah auf dem Lindenplatz erleben. Beim Fest "bUNt - International in Unna" präsentierten Menschen verschiedenster Kulturen und Nationalitäten eben diese.

Dazu gehörte Musik und Tanz. So kam eine bunte Mischung zusammen. Unter den Akteuren waren polnische, portugiesische, japanische, türkische, und viele weitere, Tanzgruppen, Chöre und Vereine. Aber auch kulinarisch wurde einiges geboten. Die türkisch-islamische Gemeinde oder der mazedonische Kulturverein "Makedonija" bereiteten traditionelle Speisen wie Lamachun und Cevapcici zu.

Ein Aufeinandertreffen von Kulturen, die sich sonst selten begegnen

Seit über 10 Jahren findet das Fest nun statt und trotz des schlechten Wetters war es gut besucht. Generell war das Fest ein voller Erfolg, meint die Vorsitzende des Integrationsrats, Ksenjia Sakelsek. Das Fest sei ein Aufeinandertreffen von Kulturen, „die sich sonst selten begegnen".

In Unna treffen Kulturen freundschaftlich aufeinander, die sich sonst nur selten begegnen

In landestypischen Trachten tanzten diese Mädchen einen türkischen Folkloretanz zum Abschluss der interkulturellen Wochen. © Tom Schneider

"bUNt -International in Unna" bildete den Abschluss der interkulturellen Wochen. Seit dem 16. September fanden regelmäßig Veranstaltungen statt. Diese standen unter dem Motto „Heimat". In Unna leben Menschen aus über 100 Nationen, daher bot es sich an, diese Vielfalt direkt in der Stadt zu suchen. In einer Stadtführung konnte Besucher die Spuren der Immigration verfolgen. Ksenjia Sakelsek erzählt dazu: „Ohne italienische Einwanderer gäbe es in Unna nicht einmal Eisdielen. Das kann man sich heute nicht vorstellen.“

Ksenjia Sakelsek meint auch, Projekte wie die Interkulturellen Wochen seien fördernd für die Integration. „Man sieht, dass sich bereits viele Geflüchtete bei den hier vertretenden Organisationen einbringen“, so Sakelsek.

Umfangreiche Veranstaltungsreihe findet ihren Abschluss

Parallel zu den vielen Veranstaltungen begleitete eine Fotoausstellung mit dem Titel „Heimat hat viele Gesichter“ die Reihe. Die Fotos zeigen Bürgerinnen und Bürger aus Königsborn in ihrem Quartier. Weitere Veranstaltungen wie etwa die Lesung mit Elias Nassour, der über seine Heimat, den Libanon, sprach, kamen gut an. Bei einer Podiumsdiskussion mit Mitglieder des Integrationsrates, Bürgermeister Werner Kolter und NRW-Heimatsministerin Ina Scharrenbach diskutierte man über die alte und die neue Heimat.

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