In Notlagen zugegriffen

von Sylvia Mönnig

Unna

, 25.07.2019, 21:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Notsituationen wurde eine Unnaerin gleich zwei Mal zur Ladendiebin – und wurde in beiden Fällen erwischt. Im Prozess vor dem Amtsgericht räumte die 51-Jährige die Taten nun ein und offenbarte die jeweiligen Hintergründe.

Bereits kurz vor dem Weihnachtsfest 2017 griff die Frau aus Unna zum ersten Mal zu. Von einem Außenständer vor einem Bekleidungsgeschäft nahm sie eine Jacke im Wert von fast 70 Euro und versuchte, damit unerkannt zu flüchten. Der nächste Zwischenfall ereignete sich im September 2018. Mit einem gesondert verfolgten Mittäter ließ sie im Baumarkt in Unna einen Schraubendreher für rund zehn Euro verschwinden.

„Ich kann nur sagen, es stimmt“, erklärte die 51-Jährige in ihrer Verhandlung. Bei dem Diebstahl des Schraubendrehers habe es sich schlicht und ergreifend um eine Dummheit gehandelt. Damit habe sie ihr Fahrrad reparieren wollen, an dem eine Schraube locker gewesen sei. Was die Jacke betraf, sagte sie mit drei Worten, was zu sagen war: „Mir war kalt.“ Damals habe sie keine Bezüge gehabt, sei mittellos gewesen – auch wenn das kein Grund für solche Taten sei. „Aus Fehlern lernt man“, betonte sie. Mittlerweile erhalte sie Sozialleistungen, suche aber auch wieder eine Arbeit im Pflegebereich.

Strafmildernd fielen ihr offenes Geständnis, die Umstände der Taten und der Umstand ins Gewicht, dass das Diebesgut jedes Mal im Geschäft verblieb, faktisch also kein Schaden entstand. Gegen sie sprach eine Vorbelastung wegen Betrugs aus dem Jahr 2016. Das Ganze endete für sie letztlich mit 250 Euro Geldstrafe.

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