In Lünern dient die Weidenpflege auch der Nachbarschaftspflege

dzTag der Weide

Zur Pflege der Landschaft und der Umwelt werden auch in Lünern seit vielen Jahren die Kopfweiden geschneitelt. Die Tradition dient mittlerweile aber auch der Pflege der Nachbarschaft.

von Sebastian Pähler

Lünern

, 04.01.2020, 20:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachbarschaftspflege spielte in diesem Jahr eine besondere Rolle beim Tag der Weide in Lünern, da man sich gezielt an Zugezogene gewandt hatte. Und die zeigten Interesse an der gemeinschaftlichen Dorfaktivität.

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Viele gute Gründe

Sie sind Landschaftsprägend, die Kopfweiden mit ihren knubbeligen Köpfen und struppigen Ast-Frisuren. Das kann man am Lünerner Bach parallel zur Lünerner Bahnhofstraße besonders gut sehen. „Mit Weiden und Erlen werden typischerweise Bachläufe gekennzeichnet“, erläuterte Wilhelm Dördelmann, der seit vielen Jahren das Weidenschneiteln in Lünern organisiert. Wichtig ist die Pflege der Weiden aber auch, da durch das Beschneiden Nistplätze und Lebensräume für allerhand Tiere und Pflanzen entstehen.

In Lünern dient die Weidenpflege auch der Nachbarschaftspflege

Mathias Dördelmann arbeitet mit der Kettensäge vor. © Sebastian Pähler

Doch diesmal gab der Tag der Weide in Lünern auch Anlass, dass alteingesessene und neue Lünerner einander näherkamen. „Da machen wir mit“, hatten etwa Christoph und Irina Koschel beschlossen, die seit August im Neubaugebiet in Lünern wohnen. Ihnen lag sowohl der Umweltschutz als auch das Kennenlernen der neuen Nachbarn am Herzen.

In Lünern werden aus den Weidenästen unter anderem Hütten für die Kinder gebaut. Der Rest wird gestapelt und schafft so auch wieder Lebensraum für Tiere, etwa zum Überwintern.

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