In Königsborn soll ein neues Café (Symbolbild) eingerichtet werden. © picture alliance / dpa
Gastronomie

In Königsborn soll neues Café eröffnen – auch für mehr Sicherheit

Die Planungen des Kurpark-Vereins gehen über die Gradierwerke noch hinaus. Zum Gesamtkonzept für einen belebteren Kurpark gehört auch Gastronomie. Einer der Hintergedanken: mehr Sicherheit.

Ein zweiteiliges Gradierwerk im Kurpark neu zu errichten, ist schon ein ambitionierter Plan. Was dem Kurpark-Förderverein vorschwebt, geht aber noch darüber hinaus. Die Idee: Salzgeschichte wird zum Erlebnis mit Kaffee und Kuchen.

Café am Friedrichsborn geplant

Wie berichtet können die Planungen für den Bau eines Gradierwerks im Kurpark jetzt beginnen, denn der Rat hat zugestimmt. Bis zur Umsetzung wird es noch einige Zeit dauern. Der Verein denkt aber auch schon weiter. In einem zweiten Schritt könnte ein Café am und im Friedrichsborn das Projekt ergänzen.

Wie der Fördervereins-Vorsitzende Thomas Horschler bestätigt, gibt es recht konkrete Überlegungen für einen Gastronomiebetrieb am Friedrichsborn. Ein Café könnte teils im historischen Pumpengebäude, teils im benachbarten Salzsiederhaus eingerichtet werden. Der Förderverein hat einen Entwurf erstellen lassen, in dem die beiden Gebäude mit einem gläsernen Verbindungsbau kombiniert werden.

Anlaufpunkt mit Museum

Der Verein nennt mehrere Kooperationspartner für das Projekt: den Historischen Verein zu Unna und als Betreiber das Lebenszentrum Königsborn. Geplant sei ein Inklusionscafé. Darunter versteht man in der Regel Betriebe, in denen behinderte und nicht behinderte Menschen zusammenarbeiten. Der Carekauf-Lebensmittelmarkt in Hemmerde beispielsweise ist so ein Betrieb.

Der Vorstand des neu gegründeten Kurpark-Fördervereins: Thomas Horschler (v. l.) Maik Luhmann, Gabriele Meyer und Wolfgang Rickert. Dem Verein schwebt nicht nur ein neues Gradierwerk vor, sondern auch Gastronomie am Friedrichsborn. © Udo Hennes © Udo Hennes

Das Café am Rand des Kurparks soll mehrere Funktionen erfüllen. Es soll Anlaufpunkt für Besucher sein, die den Park – und dann ja auch die Gradierwerke – erleben und dabei auch eine Pause mit Kaffee und Kuchen einlegen möchten.

Gleichzeitig soll es eine Verbindung zur Geschichte des Parks und der Salzgewinnung herstellen. Im Friedrichsborn soll mit dem Café ein kleines Museum eingerichtet werden.

Soziale Kontrolle gegen Vandalismus

Es gebe den Wunsch, so Horschler, die örtliche Historie besser darzustellen. „Da sind andere Städte, die ursprünglich nicht so viel zu bieten hatten wie Unna, deutlich weiter“, sagt Horschler.

„Und mehr soziale Kontrolle kann dem Park nur gut tun“, so Horschler weiter. Er erinnert an die immer wieder ärgerlichen oder wie im Fall der abgebrannten Tennishalle sogar verheerenden Fälle von Brandstiftung und Vandalismus. Der Förderverein sieht gute Chancen, dass diese Probleme aufhören, wenn rund um den Friedrichsborn mehr Leben herrscht. Wie berichtet wünschen sich die Förderer insgesamt eine Aufwertung des Parks und noch bessere Pflege, um letztlich auch mehr Bürger zu Engagement im Park zu bewegen.

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Jahrgang 1979, stammt aus dem Grenzgebiet Ruhr-Sauerland-Börde. Verheiratet und vierfacher Vater. Mag am Lokaljournalismus die Vielfalt der Themen und Begegnung mit Menschen. Liest immer noch gerne Zeitung auf Papier.
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Thomas Raulf

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