Im Indupark weicht die Kunst wieder dem Gewerbe

dzGalerie Zapatero

Für Petra Zapatero und den Verein „Der Rote Faden“ waren die Räume im Indupark ein Glücksfall. Nach vier Jahren endet nun aber die Geschichte der Kunstgalerie im Gewerbegebiet.

Unna

, 05.01.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Standorte hatte die Galerie Zapatero seit ihrer Gründung 2014, und beide Gebäude standen ursprünglich eher für gewerbliche Arbeit als für ausdrucksstarke Kultur. Zunächst in einer Industriehalle an der Max-Planck-Straße und dann in einem nüchternen Bürogebäude an der Einsteinstraße zeigten Petra Zapatero und ihre Mitstreiter aus der Künstlervereinigung „Der Rote Faden“ ihre Werke an Orten, an denen sie vielleicht nicht vermutet worden wären. Die Galerie gab den Kreativen gute Möglichkeiten, um sich zu entfalten. Arbeiten, Werke zeigen, miteinander und mit Freunden der Kunst feiern - all dies ist nun erst einmal Vergangenheit.

Neuer Eigentümer hat Künstlern gekündigt

Das Gebäude hat einen neuen Eigentümer bekommen, der es wieder im ursprünglichen Sinne nutzen will. Und Zapatero hat die Kündigung bekommen. Ihre Galerie ist bereits geschlossen. Bis März hat sie nun Zeit, die Räume zu räumen. Eine direkte Alternative hatte sich nicht angeboten.

Abschied muss nicht für immer sein

Künstler sind es in gewisser Weise gewohnt, schnell packen zu müssen. So erging es zuvor etwa den Unnaer Kunstforderern, als sie ihre Räume an der Hertingerstraße abgeben mussten. Inzwischen hat ihr „Kunstraum“ in der früheren Fielmann-Filiale an der Schäferstraße eine neue Bleibe gefunden, und seit dem Bezug lebt das gemeinsame Schaffen der Mitglieder dort auch wieder auf. Für Zapatero und den Roten Faden ist etwas Vergleichbares nicht zum Greifen nahe, aber auch nicht ausgeschlossen, betont sie.

Sie selbst kann ihre Arbeit in ihrem eigenen Atelier in Kamen fortsetzen. „Aber ich komme aus Unna und fühle mich Unna sehr verbunden. Es wäre toll, wenn wir da etwas gemeinsames schaffen können“, sagt sie. Was dafür vonnöten ist, sind Räume, die für Ausstellungen und Veranstaltungen geeignet und finanzierbar sind. „Ich halte in jedem Fall die Augen offen“, sagt Petra Zapatero.

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